Leipziger Spezialitäten I

Die Gruppe aus Kyoto im Kaffeebaum

Die Gruppe aus Kyoto im Kaffeebaum

Über Leipziger Spezialitäten im kulinarischen Bereich unterhielten wir uns vor wenigen Tagen mit einer Gruppe japanischer Studenten. Deren Betreuer, Dr. Roland Bednarsch vom Herder-Institut der Universität Leipzig, hatte angefragt – wir trafen uns bei Lerchen und Kaffee im Kaffeebaum.

Die jungen Frauen und Männer aus Kyoto erschraken zunächst beim Gedanken daran, dass unsere Vorfahren einst echte Lerchen, also kleine Singvögel verspeisten, waren dann aber beruhigt, als sie versichert bekamen, dass die Süßigkeiten auf ihren Tellern garantiert federfrei seien.

Sie fragten u.a. nach unseren bevorzugten Kaffeesorten und -lokalen, wie lange und mit wem wir im Café säßen, aber auch, wer denn all die Bilder und Zeichen an hiesige Häuser male. Junge Leute, sagten wir und staunten, dass diese Gäste unserer Stadt über Graffiti staunten.

Berühmte Leipziger Sportler wollten sie in Erfahrung bringen sowie hierzulande populäre Sportarten, erkundigten sich nach produzierenden Brauereien, Leipziger Bieren und traditionellen Gaststätten.

Die Geschichte der Lerche war ihnen vom Kaffeebaum mitserviert worden, wir hatten zusätzlich die des Allerleis herausgesucht, nicht ohne zu betonen, dass diese Art von Mischgemüse hier keine größere Rolle mehr spiele.

Eine Flasche Ritterguts-Gose holten wir aus der Tasche, rote Limo (= Fassbrause) und Leipziger Käsesalat, eine Dose Leipziger Allerlei (trotz allem) und eine Werbekarte der von uns gern getrunkenen Lipz-Limo, außerdem zur Verblüffung der Neugierigen eine Seite aus einem japanischen Bierkatalog, und zwar die, auf der die Leipziger Gose vorgestellt wird.

Unser Gewährs- und Fachmann Tilo sagt, diese Druckerzeugnisse sähen zwar aus wie Kataloge, seien aber Fachbücher. Und er verweist darauf, dass das Leipziger Traditionsgetränk auch in der neuen „Bier-Bibel“ von National Geographic erwähnt und abgebildet wird. Zitat daraus: „Gose-Bier ist säuerlich mit Zitronen- und Korianderakzenten, mit seiner leichten Salzigkeit schockierend für den Gaumen, aber ab dem dritten Schluck sehr erfrischend.“

Über Leipziger Spezialitäten hatten wir uns anlässlich des Treffens im Kaffeebaum noch ein paar Gedanken mehr gemacht. In einer zweiten Folge breiten wir diese vor Euch aus. Und wer möchte, darf seinen Senf dazugeben: Was sind Eurer Meinung nach Leipziger Spezialitäten? Es geht uns ums Essen und Trinken – gibt es da mehr neben Lerche, Gose und Allerlei?

Zur Verbindung von Japan und Leipzig siehe auch unseren Beitrag „Fisch in Scheiben“ (Januar 2013)

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