Auf der Weißen Elster

Leuchtturm an der Elster

Leuchtturm an der Elster

Auch wenn die großen Flüsse fehlen, ist Leipzig eine Wasserstadt. Wir haben die Parthe, Luppe und Elster, Pleiße, Nahle und den Kanal bzw. dessen verschiedene Teile Karl-Heine-Kanal, Lindenauer Hafen und Elster-Saale-Kanal. (Von den Seen reden wir hier gar nicht.) Im Sommer ist auf all diesen Gewässern was los, Boote mit und ohne Motor, Boote diverser Größen sind unterwegs. Und mittendrin unlängst auch wir.

Am Klingerweg bei der DHfK hatten wir uns einen Zweierkajak geliehen, eine Stunde für 6 Euro. Das Boot war rot und ziemlich kippsicher, also auch tauglich für Wassersportlaien wie uns. Vorn sitzt der bzw. die Leichtere, hinten folgerichtig der, der mehr gegessen hat. Vorn wurde bei uns fotografiert, hinten gepaddelt. Und die Arbeitsteilung war sinnvoll, da wir uns beim Paddeln einigermaßen nass spritzten und tropften – vom Paddel immer auf die Beine. Darum: Wenn auch Ihr keine Profis seid, wählt einen warmen Tag für Eure Wasserwanderung und zieht kurze Hosen an.

Wir reihten uns also ein in den Strom der Wasserfahrzeuge, ließen Schute Luise, Sturmvogel und Henriette vorbeibrausen, trainierende Drachenbootbesatzungen und sportliche Familien im Canadier (die mit dem Stechpaddel) und glitten auf den Wogen der Weißen Elster in Richtung Könneritzbrücke und Buntgarnwerke (Nonnenstraße), vorbei an stadtbekannten Gaststuben wie Da Vito, Thiseas oder Pauli und unter der Industriestraße hindurch, wo hartnäckig Sweatwater (Schweiß) statt Sweetwater (Süßwasser) an einer flussnahen Mauer geschrieben steht.

Dahinter sahen wir den hübschen, kleinen Leuchtturm (Geheimtipp; siehe auch unseren Beitrag „Eine Zahl zwischen 1 und 111“ vom März 2012) und kamen ins Grüne. Nach einer Wende und einer Stunde waren wir zurück am Bootshaus Klingerweg – auf dessen Freianlagen hatten wir in den 1980ern Ferienarbeit geleistet. Schon damals trainierten hier die Leistungssportler, allerdings auf einer stinkenden Weißen Elster.

www.bootstour-leipzig.de

Nachtrag: Während eines Spaziergangs im Januar 2017 standen wir plötzlich am Leuchtturm. Durch einen Bauzaun war er zu sehen, ebenso die zugefrorene Weiße Elster und eine Großbaustelle gegenüber. Auch zwischen der Industriestraßenbrücke und dem Leuchtturm ist ein kleines Wohngebiet entstanden, u.a. mit der Gaststätte „Freche Elster“.

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