Ausflug ans Wasser

In Mücheln am Geiseltalsee

In Mücheln am Geiseltalsee

Wenn Sonntagmittag die Sonne scheint, unterbrechen wir Haus- und Gartenarbeit ohne zu murren und unternehmen einen Ausflug. Mit den Eltern ging es da früher z.B. auf die Rochsburg, die Burg Gnandstein oder in die Dübener Heide. Diesmal hieß das Ziel: Geiseltalsee.

Der soll der größte künstliche in Deutschland sein und stellt so all die neuen Gewässer rund um Leipzig in den Schatten. Wie kommt man hin? Die Merseburger Straße bis in die alte Raben- und Residenzstadt Merseburg fahren, dort für kurze Zeit nach links auf die B91 wechseln und anschließend auf die Beschilderung nach Braunsbedra und Mücheln achten.

An Sonntagen, wenn die Straßen verstopfungsfrei in der Landschaft liegen, ist man so in circa einer halben Stunde am Ufer. Unterwegs sieht man Ungewöhnlichkeiten wie die Geiseltal-Einkaufsarena oder das ehemalige Kulturhaus „Ernst Thälmann“, an dem Lost-Place-Fotografen ihre Freude (gehabt) haben.

Doch wir wollen ans Wasser! Zuerst in Braunsbedra. Am Ende der Stadt werden wir zur Marina gewiesen, ignorieren den ersten Parkplatz und finden einen zweiten, großen und kostenlosen mit Seeblick. Von dort laufen wir an den Hafen, auf die Seebrücke und in den Doppelpavillon, der jede Menge touristisches Material sowie ein Hochzeitszimmer bereithält.

Treppauf geht’s anschließend zum hölzernen Aussichtsturm sowie einem gemütlichen Freisitz mit roter Limo, Kaffee, Bockwurst, Kuchen usw. für Selbstabholer. Es ist wie im Urlaub, zumal auch der Geiseltal-Express, eine Touristen-Kleinbahn auf Kfz.-Basis vorm Zaun hält, eine Bahn, wie man sie von der Ostsee kennt.

Doch wir haben ja ein Fahrzeug auf dem Parkplatz deponiert und bewegen uns darum autonom hinüber zur Marina Mücheln. Am Kreisverkehr unmittelbar vorm Ziel lassen wir uns von einer Brücken-Häuser-Kombination zu einem Fotohalt hinreißen, ehe wir auf dem Bezahlparkplatz in einer Art Seebad landen. War Braunsbedra der Geheimtipp, so ist Mücheln das Binz, Kühlungsborn oder Ahlbeck am Geiseltalsee.

Ferienhäuser, Gaststätten und schwimmende Unterkünfte sowie deutlich mehr Autos, Boote und Menschen als Augenblicke zuvor prägen das Treiben am Turm, welcher mit dem Dispatcherturm auf der Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See verwandt sein dürfte. Fischbrötchen, Eis und Bier – gibt es hier!

Und wenn dann in wenigen Tagen die Büsche und Bäume Blätter tragen, lohnt sich auch ein Ausflug zum Weinberg am See, von dem wir bereits gehört und bei unserem Wortblende-Blogger-Kollegen gelesen haben. Harald war im letzten Spätsommer vor Ort gewesen, der perfekten Zeit für einen solchen Besuch …

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