Auweia, Weihnachten!

André Kudernatsch und Andreas Groß (Foto: Brenda Fox)

André Kudernatsch und Andreas Groß (Foto: Brenda Fox)

„Auweia, Weihnachten!“, heißen Buch, CD und die Veranstaltung am Abend des 17. Dezember im Barfusz Club im Barfußgässchen. Verantwortung dafür trägt André Kudernatsch, der einst in Leipzig lebte und hier die amüsante Talkshow „Kudernatschs Kautsch“ moderierte. Er war Texter und Sänger der Band Die Pest und ist Autor einer Reihe von Büchern wie „Gift im Tee“, „Suffis Welt“ und „Alles Wurscht“. Sein Verlag sitzt in Leipzig. Er selber saß in Erfurt, als wir unsere Fragen stellten.

Von wann bis wann lief Deine Talk-Show „Kudernatschs Kautsch“ in Leipzig und wo überall?
Oh Gott, das ist 100 Jahre her, damals, als noch die Dinos über die Erde trampelten. Es muss so 1998 bis 2008 gewesen sein und zwar in Ilses Erika, der Moritzbastei und der Schaubühne Lindenfels. Eine allerletzte Show gab’s dann in der Nato.

Du hattest ja spektakuläre Gäste …
Ja, und einige sind schon tot, wie Achim Mentzel oder Fips Fleischer. Andere sind noch gesund und munter, wie Dolly Buster oder Olaf Schubert. Die Sparkasse hat die Show mächtig als Sponsor unterstützt. Dadurch waren solche Gäste möglich.

Und kurz vor Weihnachten gab es immer die Liedermacher-Kautsch, richtig?
Jawoll, und da wurde der Liedermacher des Jahres gekürt. Alles war erlaubt: Rock, Pop und Schrott. Besonders letzteres.

Am 17. Dezember bist Du wieder in der Stadt. „Auweia, Weihnachten!“, nennt sich Dein Programm. Hast Du schlechte Erfahrungen mit den Feiertagen gemacht?
Nönö, ich liebe Weihnachten. Nur wenn man etwas liebt, kann man darüber auch herrlich ablästern, finde ich. Weihnachten selbst ist prima, nur die Zeit davor, die hat’s in sich.

Obwohl Du seit 20 Jahren in Erfurt lebst, besteht nach wie vor die Verbindung zur Messestadt. Deine Bücher und auch die aktuelle CD wurden hier verlegt …
Im grandiosen Salier-Verlag, der seine Wurzeln in Hildburghausen in Thüringen hat. Aber Leipzig ist mir fremd geworden. Die Innenstadt sieht so aus wie die Innenstädte überall aussehen. Da wurde die Seele wegsaniert. Die Ränder sind viel spannender.

Gemeinsam mit Deinem Musiker Andreas Groß trittst Du im Barfusz Club auf. Ist das parterre in der Gaststätte oder eine Etage tiefer?
Das ist voll im Untergrund. Ich kenne den Laden noch nicht, hab mir nur erzählen lassen, dass es im Keller ist. Da kann der Humor schnell unterirdisch werden.

Zum Schluss noch etwas Geografisch-Biografisches: Wo in Leipzig, außer in der Coppistraße, an die wir uns erinnern, hast Du überall gewohnt?
Im Studium im Studentenwohnheim in der Johannes-R.-Becher-Straße, später dann in der Eisenbahnstraße ganz am Ende, und in der Max-Liebermann-Straße in der Krochsiedlung, außerdem zeitweise in Burghausen und in einer WG in der Nonnenstraße.

www.klappkautsch.de

siehe auch unseren Beitrag „Kudernatsch in der Moritzbastei“ (November 2016)

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