Badewanne Kulkwitzer See

Kulkwitzer See

Kulkwitzer See

„Das derzeit mit Abstand attraktivste Naherholungszentrum ist der Kulkwitzer See (Bus Linie B ab Saalfelder Straße – Markranstädt). Der Braunkohlenbergbau hatte hier Restlöcher hinterlassen, die unter Mithilfe zahlreicher Betriebe 1973 landschaftlich umgestaltet und den Badelustigen übergeben wurden … Großer Beliebtheit erfreut sich die Schiffsgaststätte ‘MS Leipzig’, ein altes Elbschiff, das mit Tiefladern von Wettin nach Kulkwitz transportiert und 1973 in den Dienst der Gastronomie gestellt wurde“, schrieb Walter Fellmann 1981 im „Tourist Stadtführer-Atlas Leipzig“.

Damals war der „Kulki“ die „Badewanne Leipzigs“ und hatte dem zuvor stark verkleinerten Elsterstausee den Rang abgelaufen. Mittlerweile ist der Cospudener See für viele das Nonplusultra – für uns nicht. Denn wir wohnten in den 1980ern in Grünau und verbrachten viele Nachmittage, Abende und Wochenenden auf dem Freisitz am Schiff, an der Steilküste (das Ufer an der Straße zwischen Grünau und Markranstädt) und im nicht mehr vorhandenen Zeltplatzkino, neben dem, in einer zweiten Halle, auch manchmal Disko war. Am und im Wasser waren wir selbstverständlich auch. Einmal wollten wir es sogar den Eisbadern gleich tun – ohne Erfolg. Dafür überquerten wir den (zugefrorenen) „Kulki“ in einem besonders kalten Winter auf Skiern! Im Sommer dann mit der Luftmatratze …

Heute fahren wir ab und zu mit dem Rad um den See, essen eine Wurst im ursprünglichen, preiswerten und freundlichen „Kulki Bratstüb’l“ (Geheimtipp!) hinten am Göhrenzer Ufer und gucken, welchen Namen das glücklicherweise wieder weiß gestrichene Schiff aktuell trägt. „Dschunke“ hieß es mal, dann „La Barca“, „Santa Anna“ sowie „MS Frieda“. Und das werden nicht alle Namen seit 1990 gewesen sein …

Noch einmal zur Bezeichnung „Badewanne“: In der Beilage Stadtleben der Leipziger Volkszeitung vom 25. Mai 2012 wird der Kulkwitzer See als Grünauer Badewanne bezeichnet, die Bedeutung für ganz Leipzig hat er angesichts der vielen neuen Seen wirklich verloren.

siehe auch unseren Beitrag „Ein Sonntag am Kulki“ (Oktober 2014)

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