Beim Kajütenquiz II

Unser Team-Aufsteller

Unser Team-Aufsteller

Gestern besuchten wir das Kajütenquiz* – nicht als Zuschauer wie im Dezember, sondern als Teilnehmer, um am eigenen Leibe zu spüren, wie das ist, wenn einen der Ehrgeiz packt. Vorher hatten wir gehört, dass neue Teams bei ihren Debüts so gut wie immer 19 Punkte holen. 50 sind insgesamt möglich, da fünf Runden zu je zehn Fragen ausgespielt werden. Unser Tagesziel lautete demnach: 19 Punkte!

Und wir hatten Glück, denn diesmal war zum Beispiel die Bilderrätselrunde leicht und gleichzeitig sehr lustig. Es ging um Städtenamen, die neunmal aus zwei Bildern zusammenzusetzen waren und einmal aus dreien. Am schwersten war für uns folgendes: Cristiano Ronaldo heulend und daneben irgendeine Festung – Christiansburg? Rolandsburg? Nein: Flensburg! Und am schönsten war das hier: (Asiatische) Mönche + ein Mann, der ausrutscht + Johann Sebastian Bach = Mönchengladbach.

Auch die Themenrunde passte zur Zusammensetzung unserer Zwei-Generationen-Vierermannschaft, Spezialwissen über Harry Potter war gefragt. Ansonsten Tagesaktuelles aus der LVZ (liest einer von uns sowieso jeden Morgen), Yellowstone-Nationalpark und Brasilia von oben (haben wir noch nie in echt gesehen – schwer), Urstromtal und Endmoräne (Geografie, 5. Klasse), Simon & Garfunkel rückwärts gespielt („Sound of Silence“), Charlie Chaplin, Chip und Chap usw. usf..

Wegen massiven Teilnehmerandrangs mussten Kapitän Jan und Maat David einen zweiten Raum klar machen und – wie von ihnen angekündigt – eine Quizfee (sie heißt Elena) einstellen, sonst wären sie mit dem Korrigieren der Fragebögen nicht hinterher gekommen. Bewundernswert – die Drei! Tolle Unterhaltung! Tolle Atmosphäre! Und das Ganze ohne geschäftlichen Hintergrund – extratoll! Jetzt warten wir auf die Veröffentlichung des Städtenamen-Bilderrätsels auf www.facebook.com/kajuetenquiz, um es Freundinnen und Freunden, Eltern und Geschwistern unter die Nase zu reiben.

Mindestens 19 Punkte hatten bei dieser 19. Ausgabe des Quiz‘ übrigens alle auf dem Konto, die „Allwissenden Pangea-Lurche“ (schöner Name!) als Letzte der Tageswertung 22,5 und die Sieger von „Fettes Boot“ 40,5! Wir als „Fortschritt West“ (nach einer Lindenauer Fußballmannschaft, die heute Spielvereinigung 1899 heißt) lagen punktemäßig mittendrin und waren auch damit sehr zufrieden.

* in den Four Rooms im Täubchenweg 26

Nachtrag I: Am 13.09.2017 findet das letzte Kajütenquiz statt. Die Verantwortlichen teilten mit: „Jeder Fisch muss irgendwann zurück ins Wasser. Der Maat geht zurück ans Meer und auch Kapitän und Nauke liebäugeln mit der Ostsee. Daher wird es das letzte Kajütenquiz werden. Noch ein letztes Mal wollen wir mit euch den Abend verbringen und gern nach dem Quiz ein Bier mit euch trinken …“

Nachtrag II: Im April 2017 veröffentlichte das Stadtmagazin Blitz! Leipzig folgenden Beitrag:

Das Kajütenquiz wird drei – Party im Heimathafen

Sie werden drei und sind zu viert, eigentlich bald zu fünft, denn Smutje Constanze erwartet Nachwuchs. Worum geht es hier? Um das Kajütenquiz.

Die Kajütenquiz-Macher Jan, Malina und David (v.li.)

Die Kajütenquiz-Macher Jan, Malina und David (v.li.)

Das ist eine Kneipenraterunde, die sich aller zwei Wochen in den Four Rooms im Täubchenweg versammelt, um unter der Leitung von Käptn, Maat und Nauke Intelligenz und Amüsement miteinander zu vereinen. Jan, David und Malina stellen Fragen und „vier Räume“ voller junger Menschen wollen die richtigen Antworten geben. Aufgeteilt ist die Mannschaft in bis zu 33 Teams, die aus jeweils zwei bis fünf Leuten bestehen. Auf den Tischen liegen Fragebögen zum Ausfüllen und stehen Getränke sowie Knabbereien. Nach jeder der fünf Fragerunden sammeln Jan, David und Malina die Blätter ein und werten aus. Im Anschluss daran kommen auf die Tische der Besten zusätzlich so viele Gläser Schnaps, wie das Team Mitglieder hat. Wer viel weiß, wird also schneller betrunken und auf diese Weise am Ende vielleicht doch kein Sieger des Abends. Wobei der Wettbewerb beim unkommerziellen Kajütenquiz ohnehin nicht ausgelebt wird wie in Sport, Politik oder Wirtschaft.

Nach der Kajüte benannt ist das Ganze, weil Käptn, Maat und Nauke (= Mädchen für alles) aus dem Norden stammen, Jan und David aus Rostock, Malina aus Celle, beim Studium in Rostock lernte sie die Beiden kennen. Dann wechselten alle von der Küste nach Leipzig, wo in einer Reudnitzer WG das Quiz entstand. Aufgrund des Andrangs weiterer Teilnahmewilliger wurde die Unterkunft schnell zu eng und das nahe Four Rooms zum „Heimathafen“ der Raterunde (die niemanden mit nordisch-nautischen Fragen überfordert). Am 3. Mai trifft man sich dort zum 70. Mal und am 10. Juni wird das dreijährige Bestehen gefeiert, was bedeutet, dass nach dem Grübeln und Knobeln inmitten „massiver“ Fischernetzdekoration ein mit Wassern aus allen sieben Weltmeeren gewaschener DJ das Steuer an sich reißt.

Seit kurzem übrigens nehmen Käptn & Co. von jedem Teilnehmer einen Euro freiwillige Kulturförderung entgegen – nicht um sich davon feinen Lachs zu leisten, sondern um Preise einzuholen. Denn beim Kajütenquiz wird neben der Schlauheit die Treue belohnt, einmal im Quartal bekommen die besten 30 Teams (also alle) Präsente überreicht. Sehr beliebt sei z.B. die Kauflandtüte mit Einweggrill, Bier und Pfeffi. Von Anfang an zu den Treuen zählen die Schietbüdels, Fettes Boot und Sexykon, deren Mitglieder sich z.T. bereits in der Ursprungs-WG übern Fragebogen beugten. Und da die Liebe in Quizkreisen keine einseitige ist, haben Jan, David und Malina auch schon Geschenke erhalten, u.a. eine Urkunde mit den Unterschriften aller Teams sowie selbstgebackene Kuchen.

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