Ein Schotte in Leipzig

Serenades and Odes to a Cracked World, Part 1

Serenades and Odes to a Cracked World, Part 1

Der Musiker Jody Cooper hat Kindheit und Jugend in Schottland verbracht und lebt seit 2014 in Leipzig. Am 2. Juni 2017 stellt er sein neues Konzeptalbum „Serenades and Odes to a Cracked World (Part 1)“ bei Horns Erben in der Arndtstraße 33 vor.

Aus welcher schottischen Stadt stammst Du?
Ich bin in Chester, England, geboren und in der ländlichen Gegend nördlich von Aberdeen, Schottland, aufgewachsen.

In England geboren, aber ein Schotte, oder?
Ich denke, dass ich für Schotten kein Schotte bin, weil ich keinen Akzent habe. Trotzdem, es ist meine Heimat, ich bin dort aufgewachsen und fühle mich wie ein Schotte.

Warum bist Du ausgerechnet nach Leipzig gekommen?
Meine deutsche Frau hat in Halle studiert, daher kannte ich die Gegend und einige Leute bereits. Leipzig hat uns beiden schon damals sehr gut gefallen. Wir haben zunächst zusammen in Liverpool gewohnt, wo ich Musik studierte. Als wir vor vier Jahren nach Deutschland zurückkamen, war Leipzig eine einfache Wahl. Für mich haben Liverpool und Leipzig viele Gemeinsamkeiten, gerade was Kultur und Musik betrifft.

Welche zum Beispiel?
Beide Städte waren schon immer wichtige Kulturtreffpunkte, wo viele Leute aus verschiedenen Ländern zusammenkamen. Beide Städte sind freundlich und sehr musikalisch – Leipzig steht für sehr wichtige klassische Musik, Liverpool für Popmusik. Das bedeutet, dass man in beiden Städten als Straßenmusiker, wie ich einer bin, willkommen ist.

Was verbindet Deiner Meinung nach Schotten und Sachsen?
Sie sind freundlich und offen. Ansonsten finde ich beide Kulturen eher unterschiedlich, allerdings habe ich auch schon in Leipzig Straßenmusiker im Schottenrock gesehen! Da bekam ich ein bisschen Heimweh …

Jody Cooper

Was verstehst Du unter einer „Cracked World“?
Wir haben derzeit mit so vielen schwerwiegenden und unterschiedlichen Problemen zu kämpfen, dass die Welt förmlich zu zerbrechen droht. Daher ist es wirklich an der Zeit, dass die Leute anfangen, sich mit den Problemen um sie herum zu beschäftigen, um einen positiven Wandel zu bewirken. Mein Album ist mein Versuch, ein bisschen dazu beizutragen.

siehe auch unseren Beitrag „Horns Erben, Horns Fabrik“ vom August 2012

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