Floskelpreis für die 2015er

Tusch für Leipzig!

Tusch für Leipzig!

Die Leute, die sich bereits an Olympia 2012 (zum Glück!) und Stadtbad 2013 (schade!) verhoben haben, werfen gerade für eine neue Sache mit Konfetti um sich – der Verein Leipzig 2015 hat ein Ladenlokal namens „Eintausend“ eröffnet, im Martin-Luther-Ring 5. Und die Leipziger Volkszeitung berichtet heute so „euphorisch“ darüber, wie sie Stadtkämmerer Torsten Bonew anlässlich des Anlasses erlebte.

Kritische Begleitung dürfen wir in dieser Angelegenheit von ihr auch nicht erwarten. Das mediale Flaggschiff unserer Stadt möchte schließlich Jubiläumsbriefmarken verkaufen, zum Beispiel in den Vereinsräumen der 2015er. Die „bewegen“ sich „mit großen Schritt(en) auf das Jubiläumsjahr zu“ – sind sie dann schneller da? Tausend Jahre Leipzig sollen gefeiert werden – kaum einer kann sich der Faszination entziehen. Und bei Vorbereitung und der Feier selbst verfolgen Torsten Bonew, Dirk Thärichen & Co. „zwei Ziele“.

Zum einen „will der Verein die Stadt in Sachen Außenwirkung weiter nach vorne bringen“ und „zweitens soll das Festjahr eine ‚nachhaltige Wirkung’ für Leipzig entfalten“. Traumhaft! Dafür gibt es hier und sofort den Großen Floskelpreis! Doch die Truppe, die „voll im Planungsprozess“ steht (was für eine Aussage!), hat Potenzial für mehr, „will auch die Meinung der Leipziger selbst haben“ – auch.

„Wir sind die Stadt“

„Wir sind die Stadt“

Zunächst einmal hat sie einen super Slogan: „Wir sind die Stadt“ (nach „Wir sind das Volk“, „Wir lieben Lebensmittel“, „Du bist Deutschland“ und so weiter). Und sie hat recht! Ja, Ihr seid die Stadt, genauer gesagt die Stadtverwaltung! Wer, wenn nicht Ihr?

Und wir pochen darauf, dass Ihr Bonew, Thärichen und den anderen diesen öffentlichen Auftrag nicht ohne Mindestlohn-Bindung geben dürft, auch wenn Ihr „nicht befugt“ seid, „in die Tarifautonomie einzugreifen“ (ebenfalls aus der LVZ von heute, allerdings zu einem anderen Thema).

Ein Vorschlag von uns: Ohne den Markenkern zu beschädigen, wäre es möglich, das „Eintausend“ mit dem „Stadtbüro“ und dem „Café Tiefensee“ zu verschmelzen und das daraus Entstehende der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH anzugliedern. Denn die kümmert sich bereits nachhaltig um die Außenwirkung unserer Stadt …

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