Karl Heines Straßenkneipen II

Don Kichot

Don Kichot

Weiter geht’s, mit Uwes Bildern und einer Frage: Was bedeutet eigentlich Kandil? Das ist der Name einer Stadt in der Türkei. Laut Wikipedia kommen desweiteren ein Gebirgszug im Irak, ein ägyptischer Ministerpräsident und ein türkischer Fußballspieler in Frage sowie eine islamische Feierlichkeit.

Auf www.kandil.de (die Seite hat nichts mit dem Lokal in der Karl-Heine-Straße zu tun) erklärt man uns: „‚Kandil‘ ist ein arabisches Wort und bedeutet Öllampe. Muslime verstehen unter Kandil bestimmte religiöse Feiertage im Islam. Die Bezeichnung Kandil leitet sich von der Festbeleuchtung der Moscheen an solchen Tagen ab. Besonders in der Türkei spielen die Kandil-Abende traditionell eine wichtige Rolle …“

Auf jeden Fall ist das Kandil auf der Plagwitzer Straßenseite ein schöner Laden – mit reimfreudigen Facebook-Seiten-Betreuern. Und da man nicht nur auf Facebook schwuppdiwupp von einem Thema zum anderen springen kann, sondern auch hier, sind wir jetzt beim Seemannsverköstiger Ahoi Lindenau in der Merseburger Straße, einem Spätverkauf mit Lotto-Service. Den alteingesessenen André eine Ecke weiter dürfte dessen Eröffnung nicht gefreut haben, vermuten wir – und fragen: Gibt’s überhaupt den Käpt’n noch? (Ja, Uwe hat ihn letztens am Hauptbahnhof gesehen – ziemlich weit weg.)

Ruckzuck sind wir weg vom Meer und stehen vorm Kafe Karl, das, seinem Angebot nach zu urteilen, eindeutig eine Kuchenbude sein muss und sich garantiert kaum einen Zacken für Kaiser Karl („… konnte keine Kirschkerne knacken“) aus der Krone bricht, obwohl ja nur ein paar Hausnummern weiter ein Kaiserbad existiert. Im „Kafe“-Falle jedoch war Namensgeber Karl einst Immobilienentwickler und hieß väterlicherseits Heine!

Den Rest findet Ihr allein heraus, geht flanieren und spazieren, setzt Euch in oder vor die Lokale, holt Euch eine Lipz-Limo oder ein Bier. Vielleicht seht Ihr uns ja im Casablanca Couscous essen, schräg gegenüber einen Cityhuhn-Teller bestellen oder bei einem Lindenfels-Burger in der Schaubühne. Uwe, zum Wohl!

www.leipziger-westen.de

siehe auch unsere Beiträge „Kneipenrundgang West I und II“ vom Dezember 2014

Nachtrag am 31.03.2016: Das Kafe Karl hat z.Zt. aus gesundheitlichen Gründen geschlossen und das Kandil, eine gemütliche Mischung aus Spätverkauf und Kneipe, ist nach dem Gebirge im Irak benannt. Wir haben nachgefragt.

Nachtrag am 08.10.2016: Heute sahen wir, dass im einstigen Kafe Karl nun das Little Italy beheimatet ist – mit einem riesigen Wandfoto. Es zeigt, wie wir eine Woche später erfuhren, die Mulberry Street im Stadtteil Little Italy (Manhattan) in New York und stammt laut Inschrift unten rechts aus dem Jahre 1900 (das Foto seht Ihr z.B. auf Wikipedia unter Mulberry Street). +++ Das Seventy / KH70 ist seit einiger Zeit zu und laut Aushang zu haben. Nicht mehr, denn seit Dezember läuft der Laden wieder, jetzt unter dem Namen Uran.

Nachtrag am 15.12.2016: Das Kandil hat vorübergehend geschlossen und baut um. Warum nur, es war doch alles tippitoppi?

Nachtrag am 20.02.2017: Jetzt renoviert auch noch das Casablanca, nachdem es die neue Außengestaltung gerade abgeschlossen hat. Außerdem zieht Fam. Tran Phat über die Straße in die Räume des Cityhuhns, welches es zu unserer traurigen Überraschung schon seit dem 1. Januar nicht mehr gibt. Sehr schade!

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