Ansehen Fotomotive

Leipziger Giebel V

Leipziger Giebel 5

Ursprünglich hatten wir einen dritten Teil für unsere Giebel-Serie geplant, dann aber kamen in kürzester Zeit soviele Motive zusammen, dass es nun drei neue Teile geworden sind. Uns bislang unbekannt war zum Beispiel der lateinamerikanisch anmutende Gitarrist in der vorderen Eisenbahnstraße – spektakulär wie die riesigen Bilder der Freiraumgalerie unweit des Bahnhofs von Halle.

Ähnlich auffallend sind die Giebel und Fassaden des mit einem Fischrestaurant ausgestatteten Hotels Casablanca in der Ossietzkystraße – Fotomotive für Einheimische und Schönefeld-Besucher. Leider sieht die Stadtverwaltung das völlig anders. Die Leipziger Internetzeitung (l-iz.de) vom 23.01.2021 machte die Sache zum Thema. Bleiben wir noch im Stadtteil: Die Katzen aus der Stöckelstraße halten wir in ihrer diskreten und zurückhaltenden Machart für sehr gelungen!

Mehrere Wände der untenstehenden Galerie stammen wieder vom Graffitiverein Leipzig, dem „legalen Teil einer illegalen Welt“, wie die Zeitschrift Urbanite schon 2012 schön formulierte, so das Klein-Pariser Klein-Venedig an der Brücke in der Industriestraße, die Gohliser Freiheitsgeschichten (vordere Georg-Schumann-Straße) oder die rollenden Panzer an Leutzscher Schienensträngen (Rückmarsdorfer Straße).

Richtig alt, wenngleich restauriert, ist dagegen der Goldeck-Giebel in der ab dieser Stelle schmaler werdenden Menckestraße – in unserem Beitrag „Alte Bilder V“ (Juli 2012) findet Ihr zum Vergleich dessen unsanierten Zustand. In der „Diaschau von 1990“ (Juli 2013) zeigen wir den Riebeck-Giebel aus der Lützner Straße, Einmündung Endersstraße, während Ihr im Artikel „Stein im Netz“ (Juni 2015) den Sternburg-Giebel aus der bereits erwähnten Eisenbahnstraße zu Gesicht bekommt. Letztere Beiden sind vor Jahren leider aus dem Stadtbild verschwunden.

Nachtrag im Mai 2021: „Zum Beitrag ‚Leipziger Giebel V‘ vom 25. März 2021 hab ich noch eine alte Giebel-Aufnahme von der mittleren Eisenbahnstraße 115b. Damals, im November 1980, ist diese Giebelgestaltung gerade neu gewesen. Vielleicht wollte man etwas Farbe in den tristen grauen Leipziger Osten bringen?“ Das schrieb uns Harald vom befreundeten Blog Wortblende und schickte die oben eingefügte tolle Schwarzweißaufnahme. Herzlichen Dank!

Außerdem ließ uns der Spezialist für Neustadt-Neuschönefeld wissen: „Zusätzlich bin ich mal der Frage nachgegangen, ob die Eisenbahnstraße im Gebiet von Neuschönefeld schon immer so geheißen hat. Natürlich nicht – vorher war das die Bergstraße. Aber, nicht zu verwechseln mit der Volkmarsdorfer Bergstraße zwischen Kohlgarten- und Liebmannstraße. Daher kam dann auch der Gaststättenname ‚Zum Bergschlößchen‘, den heute natürlich kaum noch jemand kennt. Da kennt man höchstens noch das frühere Kino Wintergarten oder ganz ,Eingeborene‘ die Broilerbar Ost.“ Wir empfehlen Haralds Blog!