Nah am Wasser, Teil 2

Blick zum Wünschmannhaus

Blick zum Wünschmannhaus

An der Ecke von Wundt- und Mahlmannstraße starten wir zu Teil 2 unseres Spaziergangs. Nicht, um im nahen Café Grundmann einzukehren, nein, wir gehen am Wasser entlang in Richtung Zentrum. Über fünf Brücken hinweg grüßt die Kuppel der Handlungsgehilfen und Straßenbahnfahrer, die Kuppel des imposanten Gebäudes Karl-Liebknecht-Straße 8-12 bzw. 8-14. Erbauen lassen hat es vor über 100 Jahren der Verband Deutscher Handlungsgehilfen, bis vor kurzem wurde es stark von den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) genutzt.

Nun heißt es nach seinem Architekten Georg Wünschmann (1868-1937) Wünschmannhaus. Dem Baumeister verdanken wir neben vielen Leipziger Villen, Wohn- und Geschäftshäusern unter anderem auch das Palmengartenwehr sowie die Klingerbrücke, außerdem baute er den vorherigen Sitz der Handlungsgehilfen in der Harkortstraße 3 (am Wasser gelegen – siehe Teil 1) in den 1920er Jahren um.

Der freigelegte Pleißemühlgraben fließt an der verkehrsreichen Wundtstraße neben einer baulich nüchtern wirkenden Fachschule für Technik und Wirtschaft und der zumindest einen Bogen in Richtung Wasser schlagenden Landesdirektion Sachsen (Dienststelle Leipzig), dem ehemaligen Regierungspräsidium, kurzzeitig in den Untergrund, um auf der anderen Straßenseite hinter einem riesigen Riegel von Wohnhaus wieder ans Licht zu gelangen. Hier versteckt sich der hübsche Wasserspielplatz Grassistraße.

Und von hier sieht man die ungewöhnliche Simson- und Lampestraße, ungewöhnlich weil in diesem Falle beide Straßenseiten jeweils einen eigenen Namen tragen. Der Grünstreifen in der Mitte war einst Teil des offenen Pleißemühlgrabens, seit Mitte der 1950er ist er überwölbt. Als Ziel auf seinem Aufsteller in der Lampestraße formuliert der leider nicht mehr existente Neue Ufer* e.V.: „Umfassende Aufwertung des gesamten Straßenraums, das heißt Öffnung des Flusses und Instandsetzung der historischen Ufermauern, Erhalt bzw. Neuanpflanzung der uferbegleitenden Allee, Sanierung sämtlicher Bodenbeläge und Klärung des Parkproblems.“ Hoffentlich wird das was!

* siehe unseren Beitrag „Neue alte Ufer“ (März 2020) und auch „Gruß aus Leipzig III“ (September 2017) mit Bootsstation in der Arndtstraße 1 und 1a

 

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