Rund um den Bienitz

Am Kanal

Am Kanal

129,8 Meter hoch ist der Bienitz und damit knapp vier Meter niedriger als der benachbarte Wachberg (siehe unseren Beitrag „Radfahren im Raps“). Für Leipziger Verhältnisse gilt das schon als Erhebung. Gäste aus Gebirgsgegenden werden angesichts dieser Zahlen lächeln und auch für uns ist der Bienitz mehr ein Wald als ein Berg.

Früher waren seine Rodelbahn und die zugehörige Gaststätte bekannte und beliebte Ausflugsziele, heute kommen die Besucher größtenteils aus den umliegenden Dörfern. Es sei denn auf dem Kanal ist eine Ruderregatta angesetzt, dann wimmelt es hier von Menschen, stehen Autos mit Kennzeichen aus ganz Deutschland an den Straßen- und Feldrändern.

Normalerweise aber geht es in Burghausen, auf dessen Gebiet der Bienitz liegt, ruhig zu (außer nachts, da hört man den Flug- und Bodenlärm aus Schkeuditz). Man kann am Elster-Saale-Kanal spazieren gehen, Boot fahren, angeln oder schwimmen – obwohl ein Magdeburger (!) Amt letzteres auf mehreren Schildern verbietet, wohl aus versicherungsrechtlichen Gründen. Ein paar Jogger, Hundeführer und Kleingärtner sind unterwegs. Und am Kurhaus Bienitz (www.kurhaus-bienitz.de) herrscht vor allem am Wochenende und bei schönem Wetter Betrieb.

Gleich am Kurhaus befindet sich die Alte Wache, in der der Heimatverein Burghausen (www.burghausen-bienitz.de) eine kleine Ausstellung sowie einen Film aus den 1920er Jahren zeigt. Wir waren beeindruckt vom Treiben damals und davon, was es in Burghausen einst alles gab. Unter anderem eine Brauerei auf dem Sandberg und ein Schokoladengeschäft im Ort! Heute gibt es immerhin noch die Bäckerei Angermann (in der Bienitzstraße), in der nicht nur die Burghausener gern Brötchen holen.

1991 brachte das Landratsamt des Landkreises Leipzig (der in dieser Form nicht mehr existiert) ein Heft mit dem Titel „Lankreis Leipzig: Geschichte und Landschaft – Kultur und Tourismus“ heraus. In dem erfährt man über Burghausen lediglich, dass der Ort 1269 erstmals erwähnt wurde und kurz nach der Wende 999 Einwohner hatte. Das benachbarte Rückmarsdorf ist 19 Jahre älter und wurde zu Beginn der 1990er Jahre von 1038 Menschen bewohnt.

Inzwischen kamen in beiden Dörfern eine Menge Häuser und Einwohner hinzu, wurden Felder zu Gewerbegebieten und die Selbständigkeit mit der 1999er Eingemeindung nach Leipzig eingebüßt – übrigens gegen den eindeutigen Willen der Bevölkerung.

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