Am Strbf. Möckern

Straßenbahnhof Möckern

Straßenbahnhof Möckern

Den Historischen Straßenbahnhof Leipzig-Möckern kennen wir bisher nur von außen. Gern gucken wir bei jedem Vorbeiradeln durch den Zaun der Georg-Schumann-Straße 244 auf betagte Trieb- und Beiwagen. Unlängst stand ein alter Wolga von Löwen-Taxi dazwischen – und ein Schild am Zaun, dass der Straßenbahnhof am  18. August und 15. September 2013, jeweils in der Zeit von 10 bis 17 Uhr, besichtigt werden kann.

Zu sehen gibt es dann aus nächster Nähe jede Menge alter Straßenbahnen aus den Jahren 1896 bis 1976 sowie u.a. einen Fahrkartenverkaufswagen von 1926 und einen Bauwagen, Perambulator genannt – ein irres Wort! Der betreuende Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, „alle Wagen in einem betriebsfähigen Zustand der Öffentlichkeit zu präsentieren“. Weiterhin bietet er Bücher, Ansichtskarten und Modelle zur und aus der Leipziger Straßenbahngeschichte als Souvenirs an. Auch deswegen werden wir an einem der nächsten beiden Termine neugierig vor Ort sein!

In dem Zusammenhang: Einen Straßenbahn-Fahrschnippel aus den 1980ern zeigen wir in unserem Beitrag „Alte Bilder VII“ (März 2013), den ehemaligen Straßenbahnhof Angerbrücke (sowie einen neuen Wolga!) in „Diaschau von 1990“ (Juli 2013). Und gerade erst erfuhren wir aus Sabine Knopfs Buch „Buchstadt Leipzig – Der historische Reiseführer“, dass das wie ein kleines Opernhaus anmutende Gebäude am ehemaligen Straßenbahnhof Reudnitz (heute Kaufland) in der Dresdner Straße 78 im Jahre 1851 als Sommerhaus des Verlegers Friedrich Hofmeister errichtet worden war. Wir haben uns als Kinder dort immer gewundert und gefragt, ob denn da der Direktor der LVB residiert …

Sprung zurück nach Möckern: Nicht weit vom Straßenbahnhof befindet sich die Wettinbrücke; sie sorgt dafür dass wir vom Marienweg auf die Slevogtstraße und umgekehrt über die Weiße Elster kommen. Und dort steht neben einigen neuen ein altes, weitgehend vom Putz befreites Haus und gibt bei Sommersonne ein wehmütig stimmendes Bild ab.

Ähnlich wirkt die ehemalige Leipziger Färberei und Chemische Reinigung („Alte Färberei“) in der Friedrich-Bosse-Straße 71 (das ist dann bereits Wahren). Auf www.k7ag.de (unter Projekte) lesen wir u.a.: „Im Jahr 2006 beauftragte die Kurfürst siebente Verwaltungs-AG ein Ingenieurbüro um Bodenproben auf dem Betriebsgelände Friedrich-Bosse-Straße 71 zu entnehmen und auswerten zu lassen. Das mit dieser Auswertung beauftragte Labor stellte fest, dass es zu erheblichen Verunreinigungen im Betriebsgelände gekommen ist.

Daraufhin hat die Kurfürst siebente Verwaltungs-AG in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Leipzig (Umweltfachbereich) und der Stadt Leipzig (Amt für Umweltschutz) eine vorgezogene Maßnahme zur Beseitigung von Gefahrenquellen auf dem Gelände der ehemaligen Leipziger Textilpflege aufgestellt. Die technologischen Möglichkeiten einer Bodensanierung ohne Erdaushub sind durch die erheblichen Verunreinigungen nicht möglich. Die einzige Möglichkeit, das verunreinigte Erdreich zu sanieren und somit das davon ausgehende Gefahrenpotential zu beseitigen, ist ein Bodenaushub.“

www.strassenbahnmuseum.de

Nachtrag am 16.06.2016: Heute verrät die LVZ, dass der Straßenbahnhof in Möckern verkauft werden soll. Das Museum ziehe „Mitte 2017“ in die Wittenberger Straße, dort gebe es „mehr Platz“ sowie „Gleisanschlüsse in alle Himmelsrichtungen“. Die LVB wollen dem Bericht nach folgende Depots (= Straßenbahnhöfe) erhalten: Angerbrücke, Dölitz, Heiterblick und neuerdings auch Paunsdorf (Riesaer Straße). Leutzsch wird in dem Zusammenhang als „Tatra-Friedhof“ bezeichnet.

siehe auch unsere Beiträge „Am Strbf. Leutzsch I und II“ (Juli bzw. Dezember 2015)

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