An der Parthe, Teil 1

Blick zurück, hier ist die Berliner Straße rechts

Blick zurück, hier ist die Berliner Straße rechts

Das steinerne Bett der Parthe fasziniert uns schon seit Jahren, nun sind die Anonymen Sonntagswanderer (ASW) die Treppe an der Uferstraße hinuntergestiegen und am Fluss entlang in Richtung Osten spaziert. Richtung Westen wären sie schnurstracks im Zoo gelandet und bestimmt aufgefallen. Das aber wollten sie nicht, sondern einfach nur für ein Stündchen die Pespektive wechseln, unter die Brücken und überhaupt mal gucken. Drei, vier, fünf Meter unterhalb der eigentlichen Fußwege wirkt alles anders. Gummistiefel oder Arbeitsschuhe machen sich hier gut, denn ab und zu wird es schmutzig oder glitschig. Insgesamt aber läuft sich die Strecke bis zum Fliederhof* an der Rohrteichstraße (auch Adenauerallee) recht komplikationslos.

Zunächst geht es zwischen Ufer- und Parthenstraße unter der Nord-, Gerber- und Kurt-Schumacher-Straße hindurch, dann neben der Berliner Straße weiter zur Rackwitzer. Die Brücken sind hoch, man muss maximal ein bisschen den Kopf einziehen, so die Wanderer, die außerdem meinen, dass die Berliner Straße, die seit jeher nicht zu den Schönheiten unserer Stadt gehört, vom Fluss aus ganz nett aussieht. Im Hof, den sich das Sin City Boxgym mit einer Autowerkstatt teilt, führt sogar eine breite Treppe hinunter zur Parthe. Außer einem Dutzend Enten, das immer wieder weg- und damit vorausfliegt, ist jedoch niemand zu sehen …

Das wird sich ändern! Denn in der jetzigen Baulücke in der Berliner Straße 22-30 soll ein Radisson-Hotel mit 224 Zimmern gebaut werden. Die Eröffnung sei 2022 vorgesehen, weiß die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (www.ahgz.de), die außerdem mitteilt: „Entlang der Berliner Straße ist eine geschlossene sechsgeschossige Bebauung zuzüglich eines rückspringenden Obergeschosses geplant. … Das Haus ist Teil einer Quartiersentwicklung mit vier Einzelgebäuden und einer durchgehenden Tiefgarage.“ Zur Parthe hin wolle man „eine ruhige Hofatmosphäre“ schaffen. Bloß, dass der ruhige Hof so ziemlich direkt an die Rückseite des Hauptbahnhofs grenzt …

* siehe auch unseren Beitrag „Wegweiser im Fliederhof“ vom Oktober 2012

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