Auwald, Auewald, Auenwald

Im Leipziger Auewald

Im Leipziger Auewald

Wann wurde der Leipziger Auewald zum Auwald, fragen wir uns, nachdem wir in letzter Zeit vermehrt die uns unbekannte Kurzvariante zur Kenntnis nehmen mussten (zum Beispiel in der aktuellen Mai/Juni-Ausgabe der „Landlust“ – tolle Fotos!).

Wir schauten auf alte Karten, doch da sind nur die einzelnen Teilstücke benannt (Burgaue, Gottge, Nonne usw.). Wir schauten ins Internet und fanden zu unserer Freude den Auewaldlauf, die Auewald-MBO (= Mountainbike-Orientierung) und das Hotel am Auewald in der Paul-Michael-Straße, aber das existiert wahrscheinlich nicht mehr, dafür die Auenwald-Pension in der Prießnitzstraße. Es gibt tatsächlich auch ein Auwald-Hotel, allerdings in Ingolstadt.

Der Laufclub Auensee Leipzig e.V., Ausrichter des Auewaldlaufs, spricht vom Auewald als seinem Trainings- und Wettkampfareal: „Die Lage unserer Sportstätte am nördlichen Auewald ermöglicht Spazieren, Walken, Wandern, Radfahren und natürlich das Laufen in wunderschöner Natur.“

Die Stadt als offizielles Organ sagt immerhin Auenwald statt Auwald und formuliert auf leipzig.de unter anderem: „Leipzig ist nicht nur eine auffallend grüne Stadt, sie kann auch mit einer Rarität aufwarten: Mitten durch die Stadt zieht sich eines der größten Auenwaldgebiete Mitteleuropas. Als Auenwald bezeichnet man einen Wald, der in Überschwemmungsgebieten von Flüssen zu finden ist. Der Leipziger Auenwald liegt im Wesentlichen in der Überschwemmungszone der Elster, Pleiße und der Luppe.“

Und der Tourist-Stadtführer-Atlas Leipzig von 1981 bringt unter „Ausflugsziele in Leipzigs Umgebung“ ein Kapitel mit der Überschrift Der Auewald. Zitat: „Leipzig ist zwar eine waldarme Großstadt, hat aber im Auewald – mit 2700 ha der größte der DDR – ein, von Fremden hier selten vermutet, ausnehmend reizvolles, 1959 unter Landschaftsschutz gestelltes Naherholungsgebiet, das sich über eine Länge von 25 km bei einer Breite von durchschnittlich 2 km von Markkleeberg bis Schkeuditz erstreckt und in den nächsten Jahren durch Aufforstung eine Erweiterung über Bienitz und Miltitz bis hin nach Kulkwitz erfährt.“

siehe auch unseren Beitrag „Freisitz oder Biergarten?“ vom Juli 2015

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