Das Wohnzimmer-Dinner

Claire und Verena (v.li., Foto: Katharina Gless)

Claire und Verena (v.li., Foto: Katharina Gless)

Verena und Claire richten ab sofort Wohnzimmer-Dinner aus, jeden Monat „mit viel Liebe und einem guten Wein natürlich“, ihre ersten Abende finden schon im Juni und Juli statt. Verena kocht am 8. Juni (vegan), Claire am 15. Juni (vegetarisch) und am 27. Juli (mit Fleisch). An ihren Esstischen bewirten die jungen Frauen jeweils fünf Gäste. Anmelden könnt Ihr Euch auf www.wohnzimmerdinner-leipzig.de, das Drei-Gänge-Menü kostet pro Person 25 Euro.

Köchinnen seid Ihr wahrscheinlich nicht, in der Gastronomie werdet Ihr auch nicht arbeiten. Was macht Ihr beruflich?

Claire: In der Gastronomie sind wir beide tatsächlich nicht tätig, Köchinnen aus Leidenschaft aber schon. Ich arbeite seit einigen Jahren in der Online-Marketing-Branche, einem Gebiet, das auf den ersten Blick nicht viel mit Kochen zu tun hat. Schaut man sich jedoch die Vielzahl an Food-Blogs und Instagram-Inspirationen an, dann wird schnell klar: Langweile kommt nicht auf, wenn ich nach einem passenden Rezept oder einem ungewöhnlichen Aperitif Ausschau halte. Natürlich helfen meine Erfahrungen dabei, durch unsere Webseite und unseren eigenen Instagram-Account auf das Wohnzimmer-Dinner aufmerksam zu machen.

Verena: Ich arbeite freiberuflich als Werbetexterin und kann Claire also in dieser Hinsicht ganz gut ergänzen. Kochen ist für mich ein Hobby, aber ich stecke da gern viel Zeit rein und verbringe zum Beispiel auch mal den ganzen Sonntag damit, Rezepte auszuprobieren.

In welchem Stadtteil bzw. in welchen Stadtteilen befinden sich Eure Wohnzimmer?

Wir wohnen beide nah am Zentrum, so dass unsere Wohnzimmer-Dinner für alle gut zu erreichen sind. Die genauen Adressen verraten wir bei der Anmeldung.

Verena, Du hast bereits in Dresden Wohnzimmer-Dinner angeboten. Wie hat es Dich nach Leipzig verschlagen?

Für den Umzug nach Leipzig gab es mehrere Gründe, letztendlich war das eine Bauchentscheidung, die ich bisher nicht bereut habe. Vor allem jetzt im Sommer, wenn ich wieder mit dem Fahrrad durch den Wald an den See fahren kann, freu ich mich, hier wohnen zu dürfen! Obwohl ich auch Dresden mag und meine Heimatstadt Hamburg manchmal vermisse, ist Leipzig der richtige Ort für mich. Und ich bin sehr gespannt, wie sich die Wohnzimmer-Dinner in Leipzig von denen in Dresden unterscheiden. Jede Stadt hat ja ihren ganz eigenen Charakter und das wird sich bestimmt auch bei diesem Format zeigen.

Claire, stammst Du aus einer französisch-italienischen Familie? Und auch bei Dir: Wann und warum bist Du nach Leipzig gekommen?

Tatsächlich habe ich französische und italienische Wurzeln. Daher stammen vielleicht auch mein Temperament und die Leidenschaft für gutes Essen. In Frankreich kommt zum Abendessen die ganze Familie zusammen. Hier geht es darum, die gemeinsame Zeit zu genießen und die Hektik des Alltags für ein oder zwei Stunden zurückzulassen. Eine wunderbare Idee, die für mich bis heute Bestand hat. Mich hat es 2012 für das Studium nach Leipzig verschlagen. In dieser Zeit habe ich die Stadt lieben gelernt und nach kurzen Abstechern in andere Städte freue ich mich, wieder in Leipzig zu wohnen. Trotz meiner Heimat Hamburg kann ich mir keine schönere Stadt zum Leben, Wohnen, Schlemmen und Verweilen vorstellen.

Welche Kneipen, Restaurants, Cafés usw. in Leipzig gefallen Euch?

Da fallen uns viele ein! Cafés: Dipasquale: Neben italienischer Feinkost (die Mortadella ist ein Traum), gibt es hier guten italienischen Kaffee. Cafe & Konditorei Corso: Das Traditionskaffeehaus bietet Kuchen zum Wohlfühlen. Trago: Im Café Trago kann man tagsüber ganz gut arbeiten und der (vegane) Kuchen ist auch lecker. Lauritz: Das Lauritz ist nicht nur ein tolles Café, sondern auch gleichzeitig Ausstellungsraum für schöne Designmöbel, an/auf denen man direkt mit Kaffee und Kuchen probesitzen kann. Restaurants: Maître: Egal, ob Frühstück, Kaffee, Kuchen, Abendessen oder Weine – das Maître gehört zu unseren absoluten Lieblingsorten. Pizzeria Pekar: Nicht nur das ungezwungene Konzept, sondern auch die Philosophie der charmanten Pizzeria in Lindenau ist toll. Hier wird mit frischen und regionalen Zutaten gearbeitet und das schmeckt man auch! Pizza Lab: Leckere vegane Pizza mit ungewöhnlichen Toppings, die man sich selbst zusammenstellen kann. Und das Beste: Alle Gewinne werden an lokale Projekte gespendet. Pick a Pasty: Für die schnelle Mittagspause gibt es in diesem etwas versteckten Laden in Plagwitz sehr leckere englische Pasties mit verschiedenen Füllungen (vegane sind auch oft dabei). Weinbar: Für Wein ist das Renkli die wohl beste Adresse in Leipzig. Sicherlich kein Geheimtipp mehr, aber einen Besuch immer wieder wert!

Was, abgesehen vom Essen und Trinken, ist Euch beim Wohnzimmer-Dinner wichtig?

Wir wünschen uns, dass unsere Gäste sich wohlfühlen und einfach einen entspannten Abend haben. Wir sind kein Restaurant und deswegen soll sich das Wohnzimmer-Dinner auch nicht nach einem Restaurantbesuch anfühlen, sondern eher wie ein Besuch bei Freunden, die sich beim Kochen richtig ins Zeug gelegt haben. Als Gast sollte man Lust haben, sich einfach überraschen zu lassen – wir wissen ja selbst vorher nicht, wer da an unserer Tür klingelt, das ist für alle aufregend. Die Erfahrung aus Dresden hat aber gezeigt, dass sich immer schnell Gesprächsthemen finden lassen und der Begrüßungsdrink hilft auch ein bisschen. Und wenn sich zufällig alle so gut verstehen, dass nach dem Dessert noch lange sitzen geblieben wird, dann freuen wir uns besonders.

Alle Fotos: Katharina Gless

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