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Kaffeefahrt durch Leipzig V

Kaffeefahrt durch Leipzig V

Letztes Wochenende machten wir in Stötteritz gegenüber der Victoria-Apotheke eine Zufallsentdeckung, indem wir mir nichts dir nichts das Nosch (Ferdinand-Jost-Straße) besuchten, ein Lokal, das von außen so unauffällig wirkt, dass wir uns zunächst fragten, ob der Laden überhaupt schon offen hat. Keine Tische vor der Tür, dafür innen alles von sicherer Hand gestaltet, auf den ersten Blick zwar recht nüchtern, dann aber doch ziemlich behaglich. Der Catering-Service La Tortita hat das Nosch im August 2020 eröffnet und bietet dort u.a. Nosch-Burger, Tapas-Teller und Süßkram an sowie Reichenbrander Bier, Hermann-Kola und diverse Kaffeevarianten. Der Espresso z.B. ist schön stark und kostet superfreundliche 1,20 Euro.

Auch im Café Lux in der Martinstraße gibt’s den kleinen Wachmacher zu diesem Preis, wir bestellten außerdem Filterkaffee und Gessner-Limo und beobachteten vom Co-Working-Tisch (viel Platz + Steckdosen) aus das Geschehen, nahmen mit Erstaunen zur Kenntnis, wie circa 1,20 Meter lange Brote angeliefert wurden, und hörten von den Nachbarstühlen, wie eine junge Frau sich darüber freute, wieder Single zu sein. Die Einrichtung erinnerte uns an das selig schlummernde Kaffee Schwarz* in Lindenau und das Regal mit lokalen Produkten an den Kessel Buntes** in der Klingenstraße. Im Lux finden übrigens ziemlich oft Konzerte statt.

Nun ging es weiter in den Volkmarsdorfer Teil der Eisenbahnstraße ins Brothers, in dem wir ein Wochenende zuvor erstmals gesessen hatten. Da waren wir vor 14 Uhr eingetroffen und hatten noch den betriebsamen Frühstücksandrang miterlebt. Jetzt kamen wir durch den Burger-Eingang dieser Café-Bistro-Kombination und erwischten eine erholsame Zwischenzeit. An den insgesamt drei Selbstbedienungstheken holten wir uns einen Chickenburger (6,50 Euro), Pasta mit Brokkoli und Schinken (7,50 Euro) sowie die wohlschmeckende rote Fritz-Limo. Auch hier hat man viel zu gucken, kann gemütlich drinnen oder draußen sitzen und fühlt sich wie im Urlaub.

Letzte Station des Tages, denn leider sind wir ja irgendwann mal satt und mit Getränken fast überversorgt, war das Café Dingdong in der Elisabethstraße, die zwischen Konrad- und Eisenbahnstraße mit ihren doppelten Baumreihen auf beiden Seiten eher einer Elisabethallee gleicht. Ein Außentisch war noch frei, wir nahmen zum wiederholten Male Kaffee und Espresso (1,50 Euro) sowie warmen Apfelstreuselkuchen und sahen, wie sich die anderen Gäste an der hausinternen Aperol-Alternative Ulysse oder tschechischem Bier aus kugeligen Gläsern labten. Überall fühlten wir uns wohl und wurden sehr freundlich bedient.

* siehe unseren Beitrag „Das Café Kaffee Schwarz“ (Dezember 2013)
** siehe unseren Beitrag „In der Plagwitzer Brauerei“ (März 2022)