Kanalspaziergang, Teil 2

Die Weltfrieden am Stelzenhaus

Die Weltfrieden am Stelzenhaus

Beim Kaffee im Kaiserbad denken wir an die Luisenbrücke und das neue Wohngebiet am Hafen zurück. Gibt es dort irgendein Lokal? Ja, oberhalb der Brücke einen Verpflegungsstützpunkt von McDonalds und eine Tankstelle, unten am Wasser jedoch fällt uns nichts ein. Zwischen all den neuen Häusern müsste doch etwas funktionieren. Nahe der Brücke befindet sich bereits ein großer Steg, nur ein richtiges Ziel für Anlegende und Aussteigende fehlt hier noch.

In solche Gedanken versunken spazieren wir am Stelzenhaus vorbei, freuen uns über den Anblick der Weltfrieden, erahnen auf der anderen Seite des Kanals die Konsumzentrale und das Vereinhaus des Wasserstadt e.V. (beides in der Industriestraße) und laufen unter der Zschocherschen Straße entlang. Rechts grüßt die Persilfrau und links das kleine Café Oink mit dem Slogan „Kaffee, Kuchen, Ausstellung“. Stühle und Tische laden direkt am Fuß- und Radweg zur nächsten Pause ein. Wir wollen aber erst einmal zum Riverboat, hinter dem der Karl-Heine-Kanal endet bzw. beginnt (als leicht zu übersehender Abzweig von der Weißen Elster).

Am Riverboat lässt sich eine Gruppe Neugieriger gerade von einer Stadtführerin über Karl Heine und dessen Kanal informieren, während wir uns nicht einig sind, ob das hier der schönste Platz am künstlichen Wasserlauf ist oder der in Teil 1 genannte Bogen zwischen Aurelien- und Gießerstraße. Hier der architektonisch außergewöhnliche Ex-Fernseh-Talkshow-Bau nebst benachbarter roter Villa, dort die riesigen Stufen, die Weiden, Enten und der Kirchturm. Wir müssen es ja nicht entscheiden.

Stattdessen trinken wir noch einmal Kaffee – im Café Oink. Es geht drei, vier Stufen hinauf über einen Balkon ins Lokal. Bestellt wird an der Theke, gebracht wird’s an den Tisch. Die angekündigte Ausstellung zeigt heimische Tiere, Fuchs, Nutria, Biene usw., und das Gewölbe, dass wir hier in Kellerräumen sind, von der Straße aus in Etage -2. Das Thema hatten wir unlängst erst im Beitrag über die „Enge Weste“ („Zur engen Weste“, Juni 2019), welche einst ganz in der Nähe ihren Schankbetrieb führte.

Zwischen Blumen- und Kräutertöpfen sitzen wir gut vorm Oink, registrieren die angekettete freundliche Serviceluftpumpe für Radfahrer, lesen in der sympathisch gestalteten Karte von Kuchen („Kommt zur Theke und schaut, was wir gerade haben“) und kleinen Herzhaftigkeiten und erfahren, dass das hübsche Café am 18. August seinen ersten Geburtstag feiert, ab 14 Uhr. Inzwischen hat sich die Sonne durchgesetzt, zufrieden laufen wir zurück zum Lindenauer Hafen …

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