Endlich fielen einigermaßen passendes Wetter und ausreichende Zeit zusammen und wir konnten unsere langgehegte Idee vom Seume-Spaziergang in die Tat umsetzen. An einem leider nicht sonnigen Sonntag um 9.22 Uhr starteten wir vor der Gedenktafel am Markt und trafen 12.05 Uhr an der Gedenktafel in der Seumestraße 54 ein. Gelaufen waren wir zunächst an Thomaskirche und Neuem Rathaus vorbei durch den Johanna- und den Clara-Zetkin-Park.
In Schleußig wählten wir den Weg über die Holbeinstraße, weil die früher einmal Seumestraße gehießen hat, und gingen dann über die Entenbrücke hinüber zur Erich-Zeigner-Allee. Anschließend nahmen wir uns den Kantatenweg vor, die Windorfer Straße und schließlich die mindestens zweimal verkehrsberuhigte Dieskaustraße, der wir dann so lange folgten, bis sich von ihr am Restaurant Dimitris die Seumestraße abzweigte.
Als Ziel auserkoren hatten wir das Haus Nr. 50, den leider nicht mehr existierenden Gasthof „Weißes Roß“, in dem Seume als Kind gewohnt hatte – sein Vater war Wirt gewesen. Vor Ort, am Haus Nr. 54, freuten wir uns über eine informative Tafel der Freunde des alten Dichters und Spaziergängers und erfuhren, dass sich das „Weiße Roß“ in der Nr. 52 befunden haben muss, als es noch existierte.
So oder so waren wir dort angekommen, wo wir schon lange einmal hinlaufen wollten. Nun warfen wir noch einen Blick auf die 60. Schule, von der wir angenommen hatten, dass sie den Namen Seumes trüge. Über die Fortunabadstraße, in der wir noch eine schöne alte Firmeninschrift fotografieren konnten, wandten wir uns schließlich zum Bahnhof Knauthain und stiegen dort in die Buslinie 3.
Herzlichen Dank an Peter aus Schleußig für seine Wanderhinweise!
siehe auch unseren Beitrag „Laufen wie Seume (nach Syrakus)“ vom Januar 2026

