Leipzigerin in „Unterleuten“

"Unterleuten": Nina Gummich mit Charly Hübner (Foto: ZDF/Stefan Erhard)

„Unterleuten“: Nina Gummich mit Charly Hübner (Foto: ZDF/Stefan Erhard)

(J.R.) Ihr Gesicht kennen viele, ihren Namen dagegen noch nicht. Die Schauspielerin Nina Gummich (*1991) blickt mit gerade einmal 28 Jahren schon auf eine lange Liste von Filmen zurück. Seit Montag und heute wieder sieht man sie im ZDF-Dreiteiler „Unterleuten – Das zerrissene Dorf“.  Darin spielt sie an der Seite des Neustrelitzers Charly Hübner (= Schaller) Tochter Miriam. Der Vater löst Probleme gern mit der Faust, anstatt sie mit Worten zu regeln.

Nina Gummich stammt aus einer Leipziger Schauspielerfamilie. Ihre Mutter ist die Schauspielerin, Theaterregisseurin und Schauspieldozentin Anne Kathrin-Gummich (*1964), ihr Adoptivvater deren Lebensgefährte Hendrik Duryn (*1967), bekannt aus der sehr erfolgreichen Fernsehserie „Der Lehrer“. Im Alter von zehn Jahren kam Nina erstmals selbst mit dem Business Film in Berührung („Ein Vater zu Weihnachten“, 2001). Dass sie mal Schauspielerin wird, wusste die gebürtige Leipzigerin schon früh. Auch wenn sie sich während der Pubertät gegen diesen quasi vorgezeichneten Weg zu wehren versuchte, wie sie selbst sagte. Und „ganz früher wollte ich mal Kassiererin werden – weil ich eine Spielzeugkasse hatte, die immer so schön gepiept hat beim Einscannen“.

Von 2011 bis 2015 studierte Nina Gummich Schauspiel an der hiesigen Hochschule für Musik und Theater und gehörte 2013 bis 2015 zum Schauspielstudio des Staatsschauspiels Dresden. Seit 2015 spielt sie, wenn es ihr Drehplan zulässt, am Hans-Otto-Theater in Potsdam. Ihre Rollen werden immer größer und anspruchsvoller, und auch mit Nacktaufnahmen, die zum Geschäft gehören, hat sie keine Probleme, wie es beispielsweise ihre Rolle als Friedl Dicker in „Lotte am Bauhaus“ verlangte. Sehr beachtenswert spielte sie eine geistig benachteiligte Mutter, die in der deutschen Dramakomödie „Billy Kuckuck – Eine gute Mutter“ (2019) um ihren Sohn kämpft. In der dritten Staffel von „Babylon Berlin“ (2020) mimt sie eine Prostituierte und Geliebte.

Und am letzten Februarwochenende 2020 war der letzte Drehtag in Prag für die dritte Staffel der Erfolgsserie „Charité“. In sechs Folgen wird die Geschichte der Vorzeigeklinik während der Zeit des Mauerbaus erzählt, voraussichtliche Ausstrahlung Anfang 2021. Nina Gummich spielt den fiktiven Charakter einer jungen Ärztin aus der Provinz, die hofft, an diesem renommierten Hause ihre Krebsforschung vorantreiben zu können. An historischen Stoffen fasziniert die junge Frau, wenn aus einer Idee, einer Vision, im Zusammenspiel vieler Komponenten Realität zu werden scheint. Einen Wunsch hat Nina Gummich: Großartig wäre es, gemeinsam mit Hendrik Duryn in einem Film mitzuwirken.

Heute und morgen, jeweils ab 20.15 Uhr, sehen wir sie in der ZDF-Produktion Unterleuten – Das zerrissene Dorf, entstanden nach einem Buch von Juli Zeh, die ebenfalls eine Zeitlang in Leipzig gelebt hat. Vielen Dank an Filmfreund Jens für diesen Beitrag und an das ZDF sowie die Agentur Birnbaum für das Bereitstellen der Bilder! (Verfügbarkeit von „Unterleuten“ in der ZDF-Mediathek: www.zdf.de/serien/unterleuten, Teil 1-3 bis 02.09.2020.)

www.birnbaum.berlin

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