Max aus Markranstädt

Max Löbner in der Schweiz (Foto: Familienarchiv der Löbners)

Max Löbner in der Schweiz (Foto: Familienarchiv der Löbners)

Max Löbner aus Markranstädt gilt als „Pionier der Pflanzenzüchtung“, Andreas Schaaf aus Böhlitz-Ehrenberg hat darüber ein Buch geschrieben. Es heißt „Damit war die ganze Hexerei geschehen – Erinnerungen an das kreative Leben des Pflanzenzüchters und Gartenkünstlers Max Löbner“ und ist 2019 bei Books on Demand in Norderstedt erschienen. Eine Lesung im Markranstädter Mehrgenerationhaus steht für Mai auf dem Plan, ebenso wird Andreas Schaaf mit seiner Biografie in Wittenberg, Bad Elster, Bonn, Berlin und in Wädenswil bei Zürich zu erleben sein. Erstaunliche Stationen – adäquat zu Löbners Leben.

Der wurde am 28. Februar 1869 in Markranstädt geboren. Die Familie besaß ein Haus in der Hordisstraße (vormals Hartisgasse). Dort in kleinstädtisch-gemütlicher Umgebung verbrachte Max eine „grüne Kinderzeit“ mit vom Vater geweckter „Freude an der Natur und am Gartenleben“. In der Leipziger Parthenstraße 1 (gegenüber vom Zoo) besuchte der Junge das Königliche Gymnasium und absolvierte im Anschluss daran eine Gärtnerlehre in Altenburg, einem damaligen „Zentrum der Schnittblumenzucht“. Danach – und das passt zu Andreas Schaafs Lesereise – ging es für den jungen Pflanzenfreund nach Potsdam und Erfurt, Danzig und Berlin.

Schließlich verschlug es ihn nach Wädenswil in der Schweiz, wo der Markranstädter u.a. als Lehrer „für alle Gartenbaufächer“ wirkte, als Forscher und ab 1903 auch als Leiter der Zeitschrift „Der schweizerische Gartenbau“. Der Züchter der Dahlie „Höhenfeuer“ und Entdecker von Gustavs Dauerapfel wurde später nach Dresden in den Königlichen Botanischen Garten geholt und beschäftigte sich dort neben den Blumen mit Birnen und den seinerzeit neuartigen Tomaten. Ebenfalls in der sächsischen Hauptstadt gelang ihm die Zucht einer frostharten Magnolie, der Magnolia x Loebneri.

Fasziniert und mit hohem Recherche-Aufwand folgt der Physiker und Hobby-Gärtner Schaaf dem Lebensweg Löbners. Wir erfahren weiterhin von dessen letzter Anstellung in Friesdorf bei Bonn, wo es heute eine Max-Löbner-Straße gibt, und dass auch in Böhlitz-Ehrenberg ein „Garten à la Löbner“ existiert, nämlich der von Andreas Schaaf! Das Buch mit Festeinband und Lesebändchen hält auf gut 330 Seiten unzählige Details bereit. Sobald wir den genauen Termin für die Lesung in Markranstädt in Erfahrung gebracht haben, teilen wir ihn an dieser Stelle mit.

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