Leipzigs Eiffelturm

Blickfang Eiffelturm (Foto: UN)

Blickfang Eiffelturm (Foto: UN)

Eine nicht so spektakuläre Ecke braucht Blickfänge. Uwe Naumann ist dabei, einen solchen zu schaffen, den Leipziger Eiffelturm! Nach einem Post auf unserer Facebook-Seite Anfang Dezember rückte die Bild-Zeitung in der Hupfeldstraße an. In der Kurve dieses vor allem von Gewerbe gesäumten Verkehrswegs steht der 16 Meter hohe Turm; die aus dem Dach ragende Spitze ist aus Metall, der Unterbau in Etage 1 und 2 aus Holz. Bei Entwurf und Bau von letzterem übernahm Zimmerermeister Frank Eissler die Regie, der Vorbesitzer der derzeit in Umgestaltung befindlichen Immobilie, welche in den 1990er Jahren bereits einen Blickfang bot. Damals befand sich ein 500er Trabant mitsamt Wohnwagen auf dem Dach.

Später wurde der kleine Flachbau zum beliebten Bistro, wuchs in die Höhe und in die Breite. Ins Erdgeschoss kommt alsbald ein Bistrorant mit Flammerie, in den ersten Stock ein Lounge-Bereich mit Event-Möglichkeiten und obendrauf ein Dachgarten. Von dort sieht die Industriegebietskurve ganz anders aus – hübscher. Erst recht, wenn der Eiffelturm dann in den Nächten leuchten und glitzern wird wie in Paris. Doch warum der ganze Aufwand? Weil Uwe Naumann sesshaft werden möchte – mit 53 ein verständlicher Wunsch. Der Leipziger betreibt das Historische Backhaus, ist mit seinen Flammkuchen auf Märkten und Veranstaltungen unterwegs. Acht Jahre hat er im Elsass gelebt. Nun setzt er in Ruhe seine Ideen um – ohne Eröffnungstermindruck.

Das Bistro gibt es ja schließlich schon und wird wochentags zwischen 7.30 und 15 Uhr oft und gern von Handwerkern und anderen mobilen Dienstleistern frequentiert. Der kleine Kaffee kostet hier 70 Cent, die Bockwurst 1,30 Euro und das täglich wechselnde Mittagessen unter 5 Euro. Durch eine Tür im Gastraum geht es auf die Baustelle, in eine andere Welt, nach Paris oder ins Elsass. Und dort soll demnächst ein Backofen hinein, ein Riesending. Uwe Naumann hat noch keine Ahnung, wie er den unter den Eiffelturm bugsiert. Aber das wird schon. So wie auch das andere nach und nach geworden ist.

siehe auch unseren Beitrag „Der Riesenfisch in der Hupfeldstraße“ (April 2014)

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