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Mit der Straßenbahn

Mit der Straßenbahn

In Lissabon und Porto gelten alte Straßenbahnen als Touristenattraktionen, auf Kuba sind’s die alten Autos. In Möckern nun wieder, im Straßenbahnhof, stehen schicke Gefährte aus früheren Jahren. Man könnte – wie in der portugiesischen Hauptstadt – eine reguläre Linie mit solchen alten Schienenfahrzeugen bestücken. Hinzu gibt man einen historisch gekleideten Schaffner, der nebenbei Bockwurst und Limo verkauft.

Die Besucher unserer Stadt würden – so prophezeien wir – angeregt umherschauend und heftig fotografierend von Endstelle zu Endstelle gondeln. So wie wir früher mit der 22 und 24 in den ältesten Modellen raus nach Dölitz geschippert sind, zu Tante Käthe. Damals hat hier kein Mensch Tram oder Kiez gesagt, es hieß eher Bimmel und Viertel. Heute fahren Londoner Doppelstockbusse durch Leipzig. Sind die Touristen in London dementsprechend auch in alten Leipziger Ikarussen unterwegs?

Nö! Nichtsdestotrotz könnten wir es uns gut vorstellen, mit den in Möckern liebevoll aufbewahrten Straßenbahnen nach Dölitz zu kutschen oder nach Thekla, nach Gundorf und zum Bahnhof Knauthain. Ebenso gut vorstellen können wir uns einen Besuch im Straßenbahnhof in der Georg-Schumann-Straße. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr mal. Auf jeden Fall gibt’s neue Termine: 18. Mai, 15. Juni, 20. Juli, 17. August und 21. September, jeweils von 10 bis 17 Uhr!

www.strassenbahnmuseum.de

siehe auch unseren Beitrag „Am Strbf. Möckern“ (August 2013)

Nachtrag am 02.01.2018: Das „Straßenbahnmuseum zieht von Möckern nach Eutritzsch“, von der Georg-Schumann- in die Wittenberger Straße, wo mehr Platz zur Verfügung stehe. Der Verein „Historische Nahverkehrsmittel Leipzig“ hoffe auf eine „Neueröffnung schon im Mai – all das lesen wir heute in der Leipziger Volkszeitung. Außerdem bekommen wir mitgeteilt, dass das Museum über mehr als 40 historische Straßenbahnen (mit denen Sonderfahrten gebucht werden können!) sowie sechs Busse verfügt.