Schnauzbart Entertainment

Tommy "Schnauzbart" Schubert

Tommy „Schnauzbart“ Schubert

Schnauzbart Entertainment heißt Tommy Schuberts Nebenbeschäftigung. Der Wiederitzscher steht zum selbstgewählten Namen und trägt eine Oberlippenfrisur wie zuletzt „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“. Da fragt man sich und ihn: Was war zuerst da, der Bart oder der Name? Die Antwort lautet: Der Bart.

Soldat Schubert hat nämlich seinen Kfz.-Meister gemacht und sich dabei gedacht: Jeder (alte) Kfz.-Meister trägt einen Schnauzer. Also schnauzte Tommy mit, bis er schließlich auch noch zwirbelte. Seit 2015 fasst er seine Trial- und Stuntriding-Aktivitäten unter Schnauzbart Entertainment zusammen. Er nimmt an Wettkämpfen wie den Ostdeutschen oder den (offenen) Tschechischen Meisterschaften teil und fährt Show, wenn er gebucht wird.

Seit seinem 13. Lebensjahr gehört der heute 29jährige dem MC Post Leipzig an. Der Verein mit Sitz am Cottaweg hatte damals eine neue Jugendgruppe für Trial und Speedway aufgebaut, Tommy entschied sich für Trial, denn das ist abwechslungsreicher. Da überwindet man mit dem Motorrad Baumstämme, Felsblöcke oder Reifenstapel, fährt ewig lang nur auf dem Hinterrad und treibt ähnliche Späße.

Am 25. und 26. März 2017 wird im Motodrom am Cottaweg ein Trial-Jugendtrainingscamp durchgeführt, Zuschauer sind erlaubt. Am 24. Juni sind sie sogar regelrecht erwünscht, denn dann läuft beim MC Post das Stadion-Trial, die Ostdeutsche Meisterschaft, Schnauzbart Tommy ist selbstverständlich dabei.

Bis er die vierte Klasse besuchte, wohnten er und seine Eltern im Leipziger Zentrum, dann zogen sie in den Norden nach Wiederitzsch. Der Junge interessierte sich für Motorräder, obwohl außer einem Onkel, der ganz normal auf der Straße damit fuhr, niemand in der Familie ein solches Faible vorlebte. Doch die Eltern hatten ein Herz, gingen mit ihm zum Harley-Treffen auf der Rosch-Kampfbahn und ließen ihn am Cottaweg sein Unwesen treiben.

Auch halfen sie bei der Finanzierung der ersten Sherco, die trotz großer Beanspruchung angesichts der oben genannten Hindernisse zehn Jahre lang hielt. Dank (Kfz.-)meisterlicher Pflege! Seit 2015 reitet Tommy nun das zweite Bike des spanischen Herstellers, der die Weltspitze ausrüstet. Außerdem nennt er eine für Stunt-Zwecke umgebaute Honda sein eigen.

Auf der Straße ist er übrigens nie mit dem Motorrad unterwegs. Dafür Anfang Mai sechs Tage lang in schottischen Bachläufen! Tommy startet beim Scottish Six Days Trial und sagt: „Da fährt die Elite mit! Man musste sich bewerben. Um die 280 Fahrer sind dabei, unter ihnen vielleicht sechs, sieben Deutsche.“ 130 Kilometer pro Tag gehe es ab 1. Mai wahrhaftig über Stock und Stein (nebst Wasser) durch die Highlands. Und das  – der Laie kann’s nicht fassen – auf einer Maschine ohne Sitz! Wir haben uns vorgenommen, Tommy danach erneut zu treffen und nachzufragen, wie es war.

www.schnauzbartentertainment.com +++ www.mc-post-leipzig.de +++ ssdt.org

Nachtrag: „Ich bin wieder gut gelandet und habe es überlebt“, schrieb Tommy kurz nach der schottischen Tortur. „Ich bin im Ziel angekommen, wie ich es mir erhofft habe. Es waren die anstrengendsten sechs Tage in meinen Leben und es war toll. Wahnsinn, wie man im Nachhinein sowas Kräftezehrendes empfindet.“ Hut ab!

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