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Tiere in der Stadt I

Tiere in der Stadt I

Mit Tieren in der Stadt meinen wir weder Katze noch Hund*, weder Marder noch Waschbär. Auch geht es uns nicht um den Zoo und die in Leipzig allpräsenten Löwen**, sondern um Kunst am Bau*** (in Auftrag gegebene sowie  nicht in Auftrag gegebene), allgemein um Tierdarstellungen in der Stadtlandschaft.

Der Rennigel ist auf einer Informationstafel am Haus Auensee zu Hause, auf deren Rückseite es vor weiteren sportlichen Füchsen, Maulwürfen, Hasen und Raben wimmelt. Thema sind – wunderbar illustriert – Laufstrecken im nördlichen Auewald. Die Läufer dazu sehen wie hier und auf den umliegenden Waldwegen oft.

Unweit davon, an der Grenze von Wahren und Stahmeln (Hallesche Straße), sitzt der tschechische Trickfilm-Maulwurf („Ach ja …“) an einer Wand und lächelt den Insassen von Straßenbahnen und Kraftfahrzeugen zu. Maulwurf-Bücher (und auch solche von der Hasenschule, weil wir gerade bei Tieren sind) gibt es in der Königshaus-Passage in der Innenstadt. Verlegt werden die Maulwurf-Bücher übrigens in Leipzig und zwar vom Leiv-Verlag (www.leiv-verlag.de).

Der Baubär mit Fuchsschwanz im Rücken hat es höchstwahrscheinlich noch in kein Buch geschafft, dafür als unsere Aufmerksamkeit erregendes Graffiti unter das Viadukt in Wahren – wir radeln manchmal von der Stammerstraße kommend dort entlang. Einen gastfreundlichen Eisbären wiederum haben wir kürzlich am Eutritzscher Park entdeckt.

Schauen wir zuguterletzt ans Wasser: In der Möckernschen Axis-Passage (gegenüber von Rentenversicherung und Arbeitsamt) reckt ein Wal seine Flosse in die Luft – die Weiße Elster ist nicht weit, wenn auch in keinster Weise waltauglich. Da scheint die Möwe als Motiv am Kulkwitzer See – an einem Gebäude des ehemaligen Freisitzes nahe von Schiff und Leuchtturm – wesentlich realistischer gewählt.

* siehe unseren Beitrag „Katze, Hund und Bulle“ (Juli 2012)
** siehe unseren Beitrag „Leipziger Löwen“ (Februar 2014)
*** siehe unseren Beitrag „Kunst am Bau“ (September 2012)

Nachtrag im Februar 2021: Auf unserer Facebook-Seite fragten wir nach dem Hintergrund des Pferdeschildes am Haus Stockstraße 2. „Befand sich hier ein Pferdestall? Wohnt/e hier ein Jockey?“, rätselten wir, bis Sandra kommentierte: „Dort war eine Pferdefleischerei, soweit ich weiß.“ Danke! +++ Ebenfalls im Februar fügten wir das Schnabeltier aus der Thüringer Straße in die Galerie ein. Es befindet sich an einer Handschwengelpumpe vom Typ „Kleiner Löwe“ (siehe Wikipedia: Handschwengelpumpen in Leipzig).

Nachtrag im Mai 2021: Pan und Affe haben wir jetzt erst in der Nikolaistraße (nah am Brühl, ggü. des Seltershauses) über einer Tür gesehen.