Alte Werbung VI

Technik im Heim in Borsdorf (2016)

Technik im Heim in Borsdorf (2016)

Als wir unlängst in der Karl-Liebknecht-Straße spazieren gingen, erblickten wir den Schriftzug Kohlen-Kluge und dachten, damit hätten wir ein altes Rätsel endlich gelöst. Zu Hause kramten wir das vermeintlich zugehörige Foto aus den 1980er Jahren* heraus, doch die Aufnahmen passten leider nicht zusammen.

Wir nutzten die Gelegenheit, um weitere alte Werbung aus dem Archiv zu holen. Zum Beispiel Sturzhelm-Wilde, zu dem uns Karin vor wenigen Wochen auf Facebook schrieb: „Da hat meine Mutter gearbeitet.“ Wo genau, wollten wir wissen. „In der Eilenburger Straße 17a, eine Fabrik im Hof, hieß früher M.E. Wilde Keilriemen und Sturzhelme, später wurde dann Elguwa Leipzig daraus, aber das war erst in den 70ern! Dort wurden auch Keilriemen für Mähdrescher etc. vulkanisiert …“ Danke, Karin!

Danke ebenso an Julia und Kathrin, die uns vor geraumer Zeit in Sachen Franz Mehnert amüsant bzw. informativ unter die Arme griffen: „Wer ist Franz Mehnert?“, fragte Julia rhetorisch nach. „Franz Mehnert war unser .., ach, wissen wir nicht mehr, aber egal, er hat uns gerettet, er trägt die Kron‘, er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn, John äh Franz Mehnert.“ Sie hatte offensichtlich im Literaturunterricht aufgepasst. Und Kathrin wusste im Ernst: „In Zement hat er gemacht, der Franz.“

Bei Rudolph Langkopf in der Karl-Heine-Straße konnten wir uns selbst helfen, dort hatten wir als Jugendliche zum Frauentag nämlich noch Blumen für die Muttis gekauft. Bleiben wir bei Karl Heine (alte Schreibweise Carl Heine). Der hatte in der Schreberstraße 6 einst eine Fabrik für ätherische Öle (später Aroma-Werk Leipzig) betrieben. Erbaut worden war die um 1884. Hier geht der Dank für die Informationen an Thomas!

Louis Börners Bauglaserei in der Stockstraße wurde sogar schon 1881 gegründet – und existiert bis heute (www.bauglaserei-boerner.de)! Als wir das Foto vor ein, zwei Jahren auf Facebook zeigten, meldete sich Heiko: „Guter Mann. Hab ich früher mein Glas geholt drin. Werkstatt sah so aus wie um 1900. Toll!“ Und Heiko verfügte über weitere Erinnerungen: „Der alte Meister hat zu mir gesagt, dass er die Maschinen nicht mehr benutzen darf wegen der Anwohner. Er hatte ja noch vor zwei Jahren einen Barkas als Betriebsauto …“ Auch Andreas äußerte sich: „Viele Fensterscheiben des HO-Rundfunk-und-Fernseh-Geschäftes in der Fritz-Austel-Straße** wurden gewechselt, nach Einbruch. Dankeschön an die Firma Börner!“ Wir danken Heiko und Andreas.

Bleibt noch das Bild von Technik im Heim aus Borsdorf. Das stammt aus dem Jahr 2016. Unserer Meinung nach sieht das Gebäude mittlerweile wieder frisch und schick aus.

* siehe unseren Beitrag „Alte Bilder II“ (Februar 2012)
** Bornaische Straße

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