Die Kongreßhalle am Zoo

Kongreßhalle, Pfaffendorfer Straße

Kongreßhalle, Pfaffendorfer Straße

Die 1899/1900 erbaute Kongreßhalle am Zoo ist ein markantes und unter Leipzigern beliebtes Gebäude. Hier spielten u.a. das Gewandhausorchester und das Theater der Jungen Welt, hier gingen wir als Jugendliche in den 1980er Jahren zur Tanzstunde.

Es gibt den aus einer Bürgerinitiative hervorgegangenen Verein Kongreßhalle Leipzig und dessen informative Internetseite www.kongresshalle-leipzig.de, von der wir an dieser Stelle zitieren: „Dank der Bürgerinitiative um Gudrun Neumann wurde bei der Stadt Leipzig 2002 die Sanierung der Außenfassade erwirkt. So erstrahlte 2003 zum 125-jährigen Zoo-Jubiläum die Außenfassade der Kongreßhalle im neuen Glanz. 2007 zog das Krystallpalast Varieté in den ‚Großen Saal‘ mit seinem Spiegelzelt ein und bespielte dieses bis zum Sommer 2010.

Ohne das unermüdliche und jahrelange Wirken des Vereins ‚Kongreßhalle Leipzig‘ hätten sich die Stadträte am 26.08.2009 bestimmt nicht für die Einordnung in das Konjunkturpaket II der Regierung entschieden. Durch die Nutzung von Fördermitteln im Rahmen des Konjunkturpaketes II bestand die einmalige Chance, die ‚Kongreßhalle Leipzig‘ im Sinne einer kompletten Sanierung wieder zu beleben. Im 1. Bauabschnitt wurden Teile im Südflügel und Nordflügel saniert sowie neue Säle gebaut, in denen ab Frühjahr 2012 der Veranstaltungsbetrieb aufgenommen wird. Im 2. Bauabschnitt ist die Sanierung der restlichen Gebäudeteile bis 2015 geplant. So wurde der Weg frei gemacht für eine nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung des Hauses.“

Unsere Innenaufnahmen stammen vom Juni 2003. Die Chronik des genannten Vereins vermerkt über diese Zeit: „2002: Am 17. Juni begann die Sanierung der Außenfassade der ‚Kongreßhalle Leipzig‘, erwirkt von der Bürgerinitiative ‚Kongreßhalle Leipzig‘. / 2003: Am 23. Mai wurde das Zoo-Restaurant im „Richard-Wagner-Saal“ eröffnet. Am 24. Mai war die Fassadensanierung beendet, außer den Fenstern im gesamten Bachsaal-Bereich.“

Weiterhin interessant ist der Eintrag für das Jahr 1900: „Am 29.09. fand die feierliche Eröffnung  der ‚Kongreßhalle Leipzig‘ statt. Die Kongreßhalle beinhaltete das Foyer, den ‚Großen Saal‘, den ‚Weißen Saal‘, den ‚Richard-Wagner-Saal‘, den ‚Bachsaal‘, ein Sonderpostamt, den ‚Lortzingsaal‘, den ‚Goethesaal‘, den ‚Lessing- und Leibnizsaal‘, das ‚Mendelssohn-Bartholdy-Zimmer‘ und das ‚Basteizimmer‘.

Die Decke im Foyer gilt als eines der bedeutendsten Beispiele für Art déco in Leipzig. Der Tanzboden im ‚Großen Saal‘ ist einer der größten schwingenden Tanzböden Europas.“ Einige der alten Räume und Nutzer, u.a. das Theater der Jungen Welt, welches heute am Lindenauer Markt ansässig ist, sind über dem Zweiteingang (Richtung Gondwanaland) noch aufgeführt!

Etwas aus heutiger Sicht Skurriles zum Schluss: Vor der Errichtung der Kongreßhalle befand sich an Ort und Stelle (Pfaffendorfer Straße) der Fettviehhof der Stadt Leipzig.

Und noch zwei Geheimtipps z.B. für sparsame Zoo-Besucher: Geht die Pfaffendorfer Straße auf der linken Seite (der des Zoos) ein paar Schritte nach Norden und dann am Nordplatz 7 in das Café Dünkel. Dort ist’s nicht teuer, dafür entspannt. Manchmal läuft der Chef mit der Kaffeekanne durchs Lokal und schenkt nochmal nach, einfach so. Oder geht in Richtung Innenstadt und findet kurz vorm Ring hinter einem Parkplatz einen russischen Lebensmittelladen, in dem Ihr preiswert und gut Bockwurst essen könnt. Und wenn Ihr dann noch was Süßes wollt, nehmt die Kälbchen-Kekse mit.

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