Huygensplatz gestern & heute

Klubheim "Samuel Heinicke" im Januar 2018

Klubheim „Samuel Heinicke“ im Januar 2018

Vor fünf Jahren, im Dezember 2013, wurde der neugestaltete Huygensplatz übergeben. Neugepflastert trifft es eher. Jetzt stehen zwei besondere Gebäude an diesem Platz kurz vor ihrer Übergabe an die Wohnungsmakler, weitere wurden saniert, der „Gold(e)ne Löwe“ (es waren beide Schreibweisen am Haus zu sehen) leider abgerissen.

In der Huygenstraße 1 befand sich einst das Klubheim „Samuel Heinicke“, der Treff der Leipziger Hörgeschädigten. Nach und nach fielen die Buchstaben von der Wand, inzwischen sind sie ganz verschwunden, dafür sieht der mächtige Bau aus dem Jahr 1912 wieder gut aus. Ursprünglich war in seinem Erdgeschoss das Olympia-Kino zu Hause gewesen (siehe www.allekinos.com, dort gibt es neben weiteren Informationen auch Bilder von innen). Nun haben Hildebrand & Partner (u.a. Bugra-Messehaus bzw. Buchgewerbehaus) hier sanieren lassen. Auf deren Internetseite unter dem Punkt Verkauf lesen wir „In Vorbereitung“.

Gegenüber, in der Seelenbinderstraße 15, hat das Unternehmen SWA Immobilien den ehemaligen Ausschank der Möckernschen Brauerei Ed. Rohland auf Vordermann gebracht. Ab sofort kann hier gemietet werden („Erstbezug nach Sanierung“). Es wurden u.a. neue Balkons angebaut und alte (?) Bilder aufgefrischt. Wir hatten einen Gambrinus, den Gott des Bieres, erwartet, entdeckten stattdessen aber einen Carlo Vinus oder Carlovinus, was eher nach Wein klingt. Leider finden sich im Exposé keine Hinweise auf dessen Bedeutung und die Geschichte des Hauses.

Dafür stolperten wir über die Ankündigung von Baywobau, auf Rohlands Hof Mietwohnungen errichten zu wollen („Baubeginn 2019“). Wo genau? In einer „ruhigen Querstraße“ zur Georg-Schumann-Straße. Wir vermuten gleich hinter bzw. neben der SWA-Immobilie und lächeln über diese Baywobau-Einschätzung: „Leipzig-Möckern ist der perfekte Kompromiss zwischen den Vorzügen des stadtnahen Wohnens und dem Abstecher in die Natur.“

Zu den Personen: Samuel Heinicke (1727-1790) begründete 1778 am Leipziger Roßplatz die erste deutsche Taubstummenschule, deren Nachfolgeeinrichtung, die Samuel-Heinicke-Schule, heute in der Karl-Siegismund-Straße angesiedelt ist. Christiaan Huygens (1629-1695) war leipzig-lexikon.de zufolge ein niederländischer Gelehrter (Astronom, Mathematiker und Physiker) und ist seit 1950 Namensgeber der Straße in Möckern. Die Bergbrauerei von Ed. (Eduard) Rohland kümmerte sich von 1864 bis 1916 in der damaligen Krosigkstraße (früher Braustraße, später Seelenbinderstraße) um die Getränkeherstellung.

Danke an alle Mithelfer und Tippgeber!

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