Leipziger Spezialitäten, Teil 3

Aufstrich, Marmelade und Honig aus Leipzig

Aufstrich, Marmelade und Honig aus Leipzig

Wir freuen uns immer, wenn wir Lebensmittel aus Leipzig entdecken. Bei Konsum in Leutzsch und in Schleußig ist uns das vor wenigen Tagen gelungen! Und bei Edeka in Böhlitz-Ehrenberg konnten wir bereits Ende letzten Jahres Leipziger Speisesenf (aus Altenburg!) in den Einkaufskorb legen. Der Senf mit dem wahrscheinlich geschützten Namen trägt das Wappen oder Logo der Leipziger Stadtkellerei, die zu DDR-Zeiten u.a. für die Herstellung dieses Produkts verantwortlich war, auf dem Etikett. Genau dieses Logo verwendet auch das Hotel „Zur alten Stadtkellerei“ in der Dessauer Straße 6, welches als Werk II einst Teil des gleichnamigen Betriebs gewesen ist. Der Senf kam damals aus Mölkau*.

Der von uns bei Konsum erstandene Honig ist ein Bio-Honig der Plagwitzer Wanderimkerei. Dieser kleine Familienbetrieb sitzt am Kanal und verkauft seine Ware in kompostierbaren Pappbechern. Voller Vorfreude greifen wir zur Frühjahrsblüte und lesen: „Die Frühjahrsblüte stammt von unseren Bienenständen in und um Leipzig. In Hecken, Kleingärten, Wiesen und Wäldern und einigen Ackerflächen sammeln die Bienen den Nektar.“ Danke an die Symboltiere des Fleißes! Nach Senf und Honig folgt nun ein Frischkäse mit Senf und Honig, die Leipziger Löwencreme – und zwar von Käse-Lehmann aus der Breitenfelder Straße 39. Von dort stammt auch der in Teil 2 gelobte Leipziger Käsesalat. Und nun zur Marmelade! Die Leipziger Früchtchen werben mit dem Messemännchen. Warum? Weil der Anbieter der regionalen Fruchtaufstriche die Fairgourmet (Catering & Feinkost) GmbH aus der Seehausener Allee ist, eines von fünf Tochterunternehmen der Leipziger Messe. Und das produziert seine Früchtchen in der „hauseigenen Manufaktur“.

Was wird noch in Leipzig hergestellt? Der Long Horn Gin („Handcrafted Lipsk Dry Gin“) und dessen ebenso hochprozentige Verwandte wie Leipziger Allasch und Leipziger Kräuter-Wilhelm! Die Wilhelm Horn** Markenspirituosen GmbH gehört heute zur Gose-Gasthausbrauerei im Bayrischen Bahnhof, auf wilhelm-horn.com findet Ihr die 1923 in der Menckestraße beginnende Geschichte. Zu Wilhelm Horn passen klanglich-zeitlich Ernst Bauer und Richard Krüger. Bauer war Brauer im Täubchenweg. Das Bier, das seinen Namen trägt, wird mittlerweile in Hartmannsdorf gebraut***. Auf der Flasche steht: „Bauer Bier Pils Premium / Brauerei Ernst Bauer Leipzig / Familienbrauerei seit 1881 / 04103 Leipzig (Etikett vorn) / Kenner schätzen dieses Pilsner Bier, welches seine besondere Note der konsequenten Pflege des traditionellen Brauverfahrens einer sächsischen Brauerei verdankt – natürlich auch nach dem deutschen Reinheitsgebot. Es ist viele Wochen für Sie – lieber Genießer – behutsam gereift. Bitte gekühlt (8-10°C) servieren. Sehr zum Wohl.“

Und wenn wir dem Alkohol zugesprochen und uns dabei in Rage geredet haben, tut am nächsten Morgen ein Krügerol gut, ein „Leipziger Original seit 1866“. Von der traditionellen Papiertüte („Orangebeutel“) lächelt Gründervater Richard Krüger. Gefertigt wurden dessen Halsbonbons einst in der Luppenstraße 24. Heute sitzt die Krügerol GmbH in der Emilienstraße 42. Bleiben wir bei Gesundem und weisen zuguterletzt auf die in der Markranstädter Straße produzierte Leipspeis hin, Brotaufstrich in verschiedenen Varianten. Wir kauften Minzige Linsmöhre (vegan) und fanden die Angaben auf dem Glas vorbildlich. So kommen die verarbeiteten Möhren, Zwiebeln und Berglinsen vom Biohof Hartmut Müller aus Thallwitz-Röcknitz (Landkreis Leipzig), das Rapsöl aus der Ölmühle Leipzig und das Salz aus Halle. „86 % der Zutaten stammen aus dem Leipziger Umland.“ Toll!

* siehe auch unseren Beitrag „Mölkauer Senf“ (August 2016)
** siehe auch unseren Beitrag „Horns Erben, Horns Fabrik“ (August 2012)
*** siehe die rege Diskussion vom 28.01.2020 auf unserer Facebook-Seite

Nachtrag im April 2020: Wir haben Pleißenwasser getrunken, Leipziger Lerchenlikör gesehen und Fotos dazu in unsere Galerie hineinergänzt!

Nachtrag im Juni 2020: Bei einem erneuten Besuch im Schleußiger Konsum erwarben wir eine Flasche Synde-Pils („Eine Synde aus Gersten kann jeder verschmerzen!“), welches laut Etikett aus der Hohen Straße kommt.

Nachtrag im Juli 2020: Im Markranstädter Rewe-Markt sahen und kauften wir Leipziger Käffchen und Leipziger Weizenmehl.

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