Was wird aus Karstadt?

Was wird aus Karstadt?

Was wird aus Karstadt?

Was wird aus Karstadt, fragen wir uns und meinen nicht das Unternehmen, sondern das Gebäude zwischen Petersstraße und Neumarkt, zwischen Peterskirchhof und Preußergässchen. Nachdem wir im Familien-, Freundinnen- und Freundeskreis lange auf eine Einigung zwischen Vermieter und Mieter in diesem Streit gehofft hatten, glauben wir inzwischen nämlich nicht mehr an eine solche. Es wird wohl wirklich Schluss gemacht. Wer aber nutzt ein Kaufhaus nach – und wie? Was könnte auf all die Etagen rund um den Springbrunnenschacht kommen?

Lauter Einzelhändler? Eher nicht. Einkaufszentren gibt es genug, und die Laufkundschaft liebt das Erdgeschoss. Wer sollte auf den oberen Stockwerken für ausreichend Umsatz sorgen? Also Wohnungen! Die funktionieren seit einigen Jahren in Leipzig ja super. Aber selbst wenn, wie sollen die aussehen? Außen Fenster und nach innen lange, dunkle Räume? Wer würde da innen wohnen wollen? Es sei denn, der Springbrunnenschacht wird zu einem grünen Innenhof geweitet. Das brächte Helligkeit – und hätte trotzdem was von einem gehobenen Gefängnis.

Ein frisches Gerücht besagt nun, ins Karstadtgebäude käme ein Luxushotel. Wir haben seinerzeit schon über die Ankunft von Steigenberger gestaunt, wir staunen über die vielen, vielen neuen Hotels in der Stadt, und wir freuen uns, dass im Astoria endlich etwas passiert. Wer braucht ein weiteres Hotel? Wer kann und möchte Luxus in unserer Stadt bezahlen? Und wie sollen die Zimmer, Suiten, Räumlichkeiten angeordnet werden? Das ist wie bei den Wohnungen – zu viel Tiefe, zu wenig Tageslicht. Keine Ahnung, was meint Ihr?

Michael (siehe unsere Facebook-Seite) neigt offensichtlich zur Ironie, wenn er für die Zukunft vorschlägt: „1. Etage Schuhe, 2. Etage Drogerie, 3. Etage McDonalds.“ Lars bringt IKEA und eine teilweise Nutzung als Markthalle ins Gespräch, Norbert ein Luxus-Kaufhaus. Antje ist für einen „Riesen-Treffpunkt für Familien, Spiel und Spaß“, während André ein „Casino im Las-Vegas-Stil oder Bowlingbahnen auf allen Ebenen“ bevorzugen würde. Unser Fazit: Karstadt hätte das Haus nie verkaufen dürfen.

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