Der Gose-Wanderweg II

Gekreuzte Goseflaschen

Gekreuzte Goseflaschen

Man muss den Gose-Wanderweg ja nicht exakt wie ein Buchhalter absolvieren, sondern in vergnügten Kringeln, die sich auch einmal wiederholen können. Ein guter Punkt für den Start ist die Gohliser Gosenschenke „Ohne Bedenken“ in der Menckestraße, über deren Eingang sich die ehemals typischen Goseflaschen kreuzen. Die Gosenschenke ist der gastronomische und publizistische Gralshüter dieser Leipziger Getränketradition. Ihr Wirt Hartmut Hennebach hat 2005 in Zusammenarbeit mit Bernd Weinkauf „Das Buch Gose“ herausgebracht. Ein wahres Fachbuch!

„Die erste Gose trinkt man aus Neugier. Die zweite Gose trinkt man aus Tapferkeit. Die dritte Gose trinkt man aus Leichtsinn.“ So zitieren Hennebach und Weinkauf eine alte Weisheit. Und in ihrem Band „Gose-Häppchen – 12 Kapitel Bier- und Kneipengeschichte“ geben sie folgende Aussage des Gose-Wiederentdeckers Lothar Goldhahn weiter: „Kein richtiger Biertrinker trinkt Gose, nur Touristen, intellektuelle Nichtbiertrinker, die mal probieren wollen – und wenige Liebhaber.“  Was lernen wir daraus? Wenigstens gekostet haben muss man dieses Zeug!

Um dann wieder zu wandern oder Rad zu fahren. Von der Gosenschenke aus zum Beispiel gleich zur übernächsten Station, der Gaststätte Waldluft in der gleichnamigen Kleingartensparte an der Hans-Driesch-Straße, mitten in der Leutzscher Aue gelegen. Ehe Ihr dort ankommt, habt Ihr Teile des Rosentals gesehen, vielleicht auch den Scherbelbergturm (Aussichtsturm Rosentalhügel steht auf den Wegweisern).

Wir würden ihn absichtlich ansteuern und nach der Stärkung in der Waldluft durchstrampeln bis Halle – oder das Auto nehmen. Die benachbarte Großstadt wird von Leipzigern gern ignoriert, unterschätzt u.ä. – zu unrecht! Sie ist zwar kleiner, dafür hat sie den größeren Fluss (Saale), mehr historische Bausubstanz und ein interessantes Stadtbild dank ihrer teils hügeligen Lage. Und sie hat wie Leipzig mit Riebeck zu tun! Ein zentraler und von auswärtigen Autofahrern gefürchteter Platz heißt, wie die Brauerei mal hieß, die bei uns in Leipzig-Reudnitz mittlerweile vor allem Sternburg-Bier abfüllt.

Außerdem – wir haben’s in „Der Gose-Wanderweg I“ erwähnt – gibt es in der Nachbarmetropole ebenfalls eine Gosenschänke, und zwar in der Burgstraße gleich bei der Burg Giebichenstein (bekannt als Kunsthochschule).

www.leipziger-gose.com

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen