Mexiko in Lindenau

Gallo Negro in der Karl-Heine-Straße

Gallo Negro in der Karl-Heine-Straße

Im Gallo Negro trefft Ihr richtige Mexikaner ohne Klischees, wozu Chili con carne und Burrito zählen. Das verriet Alexis Tovar, der, als er uns draußen fotografieren sah, die Tür öffnete und das Gespräch begann. Der Schwarze Hahn ist ziemlich neu in der Karl-Heine-Straße und macht den guten Eindruck, dass er länger bleiben könnte. Zum einen ist das Lokal beeindruckend gestaltet, zum anderen sind seine Betreiber nette Menschen*. Das klischeefreie Essen sowie den Tequila 1800 müssen wir noch probieren.

Alexis empfiehlt unter anderem Enchiladas de Mole. „Bei Geburtstagen oder Hochzeiten in Mexiko lädt man das ganze Viertel oder Dorf ein und isst genau das“, erzählt der aus der Mitte des riesigen Landes Stammende, er kommt aus der Nähe von Mexiko-Stadt. Und er verweist auf die uns bislang unbekannte Tatsache, dass die Küche seines Heimatlandes neben der französischen die einzige ist, die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt worden ist. Außerdem sagt er, dass selbstverständlich auch in Mexiko im Norden anders gekocht wird als im Süden – wie bei uns.

Dass Tequila genau wie Champagner eine Gattungsbezeichnung mit regionaler Verankerung ist, wussten wir ebenfalls nicht – aber jetzt. Das Gallo Negro führt statt der allpräsenten Marke Sierra den bereits erwähnten Tequila 1800.

Stichwort 1800: Google Street View zeigt aktuell die Karl-Heine-Straße vom August 2008. Im Gallo Negro befindet sich zu der Zeit das Restaurant und Eiscafé Long Phung (später Bar Seventy, KH70, Uran) und auf der Plagwitzer Seite hält weiter vorn, gegenüber des ehemaligen Joseph-Konsums, noch der Heine-Pub die Türen offen. Eine Zeitreise!

* was wir auch den Vorgängern nicht absprechen wollen!

www.gallonegro.de (zeigt das Stammhaus in Madrid; Leipzig auf Facebook)

Nachtrag am 09.03.2018: Heute haben wir die Spezialität gekostet, die Enchiladas de Mole. Der freundliche Kellner bot uns an, die Schokoladensauce vorher zu probieren – supernett! Denn Enchiladas de Mole sind Tortillas mit Hähnchengeschnetzeltem, übergossen mit würziger Schokoladensauce, Sesam, Sour Cream, Salat und Reis des Tages (Preis: 12 Euro). Das liest sich für Mitteleuropäer ungewöhnlicher als für Mittelamerikaner – und es schmeckte auch ungewöhnlich.

Da wir zu zweit waren, gab es außerdem Pechuga Sport (Hähnchenbrust mit Tomaten, Avocadosalat und Reis des Tages für 9 Euro). Das war konventioneller. Wir saßen genau vor dem Ladenregal und fühlten uns wohl im Schwarzen Hahn. Beim nächsten Mal probieren wir einen Café de Olla – mit Zimtstange, Nelken und Orangenschale. Diesmal begnügten wir uns mit Cola von Fritz.

Nachtrag am 18.08.2018: Heute bringt die LVZ auf ihrer Reiseseite ein Interview mit dem mexikanischen Botschafter in Deutschland, Rogelio Granguillhome Morfin. Die Überschrift bestätigt Alexis‘ obige Aussage in unserem Text: „Die Küche Mexikos ist Weltkulturerbe“.

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