Stein im Netz

Ernst-Thälmann-Straße 1987 (Foto: Harald Stein, Wortblende)

Ernst-Thälmann-Straße 1987 (Foto: Harald Stein, Wortblende)

Harald Stein betreibt eine Internetseite über Neustadt-Neuschönefeld, grob gesagt über das Gebiet rund um den vorderen Teil der Eisenbahnstraße; ab der Kreuzung mit der Hermann-Liebmann-Straße geraten wir nach Volkmarsdorf. Der Blogger hat lange Zeit in Neustadt gewohnt, vor und nach 1990, und bereits in den Achtzigern heimatgeschichtlich geforscht und publiziert.

Sowie fotografiert! Seine Bilder sind mittlerweile Dokumente und werden von ihm auf Wortblende äußerst freundlich zur Verfügung gestellt. Außerdem macht der Leipziger, der in den Siebzigern gemeinsam mit Angela Merkel an der hiesigen Universität Physik studierte*, die Ergebnisse seiner Archivbesuche, Erinnerungen und Beobachtungen allen zugänglich – tolles Material bis ins Detail!

Er schrieb geschichtliche Beiträge für die Zeitschriften seines Stadtteils und ist auch heute regelmäßig neugierig vor Ort (seit Anfang der Neunziger wohnt er nämlich anderswo in der Stadt). Gerade erst unterstützte er drei Studentinnen bei ihren Vorbereitungen für das Neustädter Kunstfest, welches vom 4. bis 12. Juli stattfinden wird.

Zum Beispiel erzählte er ihnen vom in der Schulze-Delitzsch-Straße 13 „versteckten“ ehemaligen Armenhaus, vom Dampfsägewerk Bäßler & Bomnitz, von Fleischer Hessel und Bäcker Queißer sowie von der Neustädter Straße 24 (zunächst Remmlers Restauration, später Altdeutscher Hof, jetzt Fahrradladen und -werkstatt Veloismus) als dem seiner Kenntnis nach ältesten Gebäude im Wohngebiet, erbaut im Jahr 1867.

Aber auch vom Neuschönefelder Gasthaus „Zum Bergschlößchen“ in der Eisenbahnstraße 56 und überhaupt von der Eisenbahn in der Eisenbahnstraße; von 1837 bis 1876 führten tatsächlich die Gleise der Leipzig-Dresdner Eisenbahn hier entlang, etwa vom heutigen Fußweg bis zur Straßenmitte, auf der rechten Straßenseite.

Der Fan des Theaters Titanick hatte auch prompt etwas zur Hand, als wir ihn nach der alten Sternburg-Werbung in der damaligen Ernst-Thälmann-Straße fragten: „Sternburg-Bier ist und bleibt Marke ersten Ranges“ … Sensationell!

wortblende.wordpress.com

* Harald Stein: „Um genau zu sein, habe ich damals mit Angela Kasner gemeinsam studiert, und sie war ein Studienjahr weiter als ich. Aber beim Praktikum, größeren Veranstaltungen und in den Arbeitsgruppen hat man sich schon mal getroffen, zumal Mädchen ja in der Minderzahl waren.“

siehe auch unsere Beiträge „Schnell noch hin!“ und „Sechs Fotos von 1986“ (beide April 2014) sowie „Kneipenrundgang Ost“ (November 2014) und „Volkmarsdorfer Ruinen 1987/88“ (Mai 2015)

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