Zwischen LPZ und MKBG

Bronzene Bauern auf der Agra

Bronzene Bauern auf der Agra

Zwischen Leipzig und Markkleeberg liegt unter anderem das Agra-Gelände, der Agra-Park. In diesem markiert die Pleiße die Grenze, das Weiße Haus befindet sich auf Markkleeberger Gebiet, die Parkgaststätte auf dem der Stadt Leipzig. Es gibt einen Tempel am See (MKBG) und einen Pavillon an einem etwas kleineren See (LPZ). Und es gibt Skulpturen und Reliefs, zum Beispiel von Bauern und dem Bauernkrieg.

„Klasse der Genossenschaftsbauern“ heißt ein bronzenes Ensemble, welches vier Landwirte, vertieft in ein Gespräch, zeigt. Es stammt laut in den Boden eingelassener Informationstafel vom Leipziger Herbert Ihle und gehört dem sächsischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten. Der Freistaat ist hier Eigentümer, Besitzer wiederum (Juristen wissen, dass der nicht der selbe sein muss) ist das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Markkleeberg (im Kultur- und Umweltpark agra e.V.). Unabhängig davon wirken die lebensgroßen Bauern ganz schön kurios und bilden eine originelle Fotokulisse.

Wenige Meter von der Gruppe entfernt sehen wir zwei Reliefs und eine leere Halterung. Wir folgern: Es waren bestimmt einmal drei Reliefs. Die zwei vorhandenen setzen die Kriegsjahre Jahre 1525 und 1945 plastisch ins Bild, den Bauernkrieg und das Ende des Zweiten Weltkriegs. „Dran dran fanget an und streytet den streyt des hern, / es ist hoch zeyht, Dran dran dyeweyl das feuer hayß ist, / lasset euer schwerth nit kalt werden. / Dran dran seyd eyns, tut die versprengte sammeln.“ Worte des Reformators und Bauernführers Thomas Müntzers werden zitiert. Müntzer hatte sich 1506 zum Studium in Leipzig eingeschrieben, Ältere kennen ihn vom Fünfmarkschein …

Über die Pleiße und unter der Bundesstraße 2 hindurch laufen wir nach Leipzig und landen zunächst beim Pavillon am See, danach dann bei zwei Paaren, einem jüngeren und einem älteren. Das jüngere Paar umarmt sich, während das ältere nebeneinander steht. Von allen Vieren sind es lediglich ein paar Katzensprünge bis zur Parkgaststätte, einem 1950er-Jahre-Prachtbau, der scheinbar nur noch zu besonderen Anlässen geöffnet hat. Dafür lädt der Freisitz links am Gebäude zu Espresso, Bruschetta und Crodino bzw. das italienische Lokal „Il Palazzo“ an dessen hinterem Rand.

Zurück auf Markkleeberger Seite lassen wir uns von Grünspecht, Igel und Teichfrosch verraten, wo sie wohnen. Sie geben es auf laminierten Aushängen bekannt. Weiterhin können wir Botanisches über Bäume und Sträucher von kleinen Tafeln lesen, die Schlitzblättrige Birke oder der Runzelblättrige Schneeball werden da beispielsweise erklärt. Und schließlich stellt das Deutsche Fotomuseum gleich beim Weißen Haus ein lohnenswertes Extra-Ausflugsziel dar. Wir waren erst letztens dort, um Hermann-Walter-Bilder zu sehen …

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