Rätsel im Musikviertel

Allegorie der Musik

Allegorie der Musik

Mit unserem Facebook-Foto der Woche fragten wir am 1. Juli 2019 in die Runde: „Kennt Ihr die? Eine Doppelgruppe steinerner Frauen, Ferdinand-Rhode- / Ecke Telemannstraße.“ Jens, Sabine, Wibke und andere grübelten mit. Wibke schickte uns einen erstaunlichen Link auf die offiziellen Seiten unserer Stadt leipzig.de (1). Daraufhin erkundigten wir uns im Neuen Rathaus und bekamen zuerst eine kurze Antwort (2) und dann eine längere (3). Herzlichen Dank an alle! Jetzt wissen wir mehr.

(1) Der Link
Unbekannte Skulpturen in der Telemannstraße entdeckt
Datum: 17.10.2014, Freizeit, Kultur und Tourismus / Kunst und Kultur
Bei Abholzungsarbeiten auf einem Grundstück in der Telemannstraße wurde Anfang der Woche ein bislang unbekanntes Steinrelief freigelegt. Die Abteilung Denkmalschutz der Stadtverwaltung versucht nun, den Ursprung und den Künstler des Bildnisses zu recherchieren und bittet die Leipzigerinnen und Leipziger um tatkräftige Unterstützung. Aus dem Dornröschenschlaf erweckt und von überwuchernden Ranken befreit, bietet das Steinrelief in der Telemannstraße den Passanten einen anmutigen Anblick. „Das Relief stammt wahrscheinlich aus den 70er Jahren“, so Dr. Norbert Baron, Leiter der Abteilung Denkmalschutz. Nun werde auch der Zustand der leicht bröseligen Steinstatuen geprüft. „Wir gehen davon aus, dass das Relief etwas mit der Schule zu tun hat, die früher hier stand.“ Das Relief wird auf jeden Fall erhalten und in die Planungen des Schulneubaus, der auf dem Grundstück erfolgen soll, integriert.

(2) Die kurze Antwort
Bei den erwähnten beiden Plastiken handelt es sich um eine Arbeit von Herbert Ihle* aus dem Jahre 1974. Die „Allegorie der Musik“ entstand seinerzeit im Auftrag des Büros für architekturbezogene Kunst.
Kathrin Rödiger, Leiterin des Amtes für Bauordnung und Denkmalpflege

(3) Die längere Antwort
Es handelt sich um eine freistehende, zweiteilige Reliefgestaltung an der Telemannstraße  / Ecke Ferdinand-Rhode-Straße. Sie trägt den Titel „Allegorie der Musik“ und entstand um 1974, beauftragt vom Rat des Bezirkes Leipzig, betreut vom Büro für architekturbezogene Kunst. Das Kunstwerk  wurde für diesen Aufstellungsort geschaffen, im Zusammenhang mit dem Neubau der Thomasschule an der damaligen Pestalozzistraße. Die Künstler Herbert Ihle (*1944 in Glauchau) und Hans-Peter Müller (*1942 in Leipzig, lebt in Weida) wurden gemeinsam beauftragt und haben die Ausführung gemeinsam durchgeführt (von der Idee bis zur technischen Umsetzung). Die Themen der Arbeit sind laut Hans-Peter Müller Musik, Tanz und Kampf (Hl. Georg). Die Technik ist Betonguss. Das Kunstwerk steht auf der Landesdenkmalliste. Die „Allegorie der Musik“ wird in den Erweiterungsbau der Gerda-Taro-Schule integriert. Dafür wird die Arbeit am Ort versetzt und (erstmalig seit 1974) restauriert.
Christine Dorothea Hölzig, Kulturamt, Sachgebiet Bauinvestitionen / Kunst im öffentlichen Raum

* siehe auch unseren Beitrag „Zwischen LPZ und MKBG“ vom Mai 2019

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