Jan schickte uns Bilder, die er im August 2009 in der Innenstadt aufgenommen hatte. Was soll da groß anders sein, denkt man sich. Groß vielleicht nicht, aber interessante Kleinigkeiten, die sich geändert haben, fanden wir zuhauf. Und an vieles könnten wir uns gar nicht mehr erinnern, hätten wir Jans Fotos nicht, zum Beispiel an das Lokal Könnteman gleich beim Passage-Kino, das Theater Fact in Barthels Hof oder an die Musikkneipe Havana im Antikhaus.
Wusstet Ihr, dass Subway mal im früheren Sacharow gegenüber vom Hundertwasser belegte Brote verkauft hat? Erinnert Ihr Euch an die Hainstraße mit New Yorker, H&M und Intersport, dafür aber ohne TK Maxx? Der Adler von Theodor Fontanes zeitweiligem Arbeitsplatz, der Adlerapotheke in der Hainstraße, ist sicherlich unverändert geblieben, wurde jedoch von Jan so schön fotografiert, dass wir ihn mit zeigen wollen.
Spannend wird es dann wieder an der Nordseite des Marktes, da fehlen die Gaststätten Augustiner und Burgermeister, deren Plätze vor 17 Jahren von der HypoVereinsbank und Burger King eingenommen worden.
Bei Replay in Specks Hof sind wir uns gar nicht hundertprozentig sicher, meinen aber, dass das Eckgeschäft vis-à-vis vom Riquet-Café inzwischen einen anderen Markennamen trägt. Arko ist auf jeden Fall nicht mehr in der Mädlerpassage unterm Kabarett/Theater Sanftwut zu finden, ebensowenig Gravis im Schrödterhaus am Neumarkt. Dort betreibt jetzt der Media Markt eine Mini-Filiale.
Arko sitzt nach wie vor im wunderschönen Laden Kaffee Richter in der Petersstraße in Sichtweite des Klingerhauses, dessen Erdgeschoss heute der ADAC nutzt, 2009 war hier Schmidt aktiv – wir wissen nicht mehr in welcher Branche – und hatte gerade an die Schaufenster geschrieben: „Wir werden 20 und sagen Danke.“ An der Ecke in Stentzlers Hof wiederum verkaufte seinerzeit Vodafone Telefonapparate, Kabel und Stecker, heute kann man hier schnell koreanisch essen.
Zuguterletzt begeben wir uns ein paar Meter aus der Innenstadt heraus, in die Goldschmidt- / Ecke Talstraße, und sehen die 2009 noch unsanierte Villa Schröder. Herzlichen Dank, Jan!

